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Presse: Verein verlängert Vertrag: Laura Winkler bleibt weiter bei Union

Inmitten der allgemeinen Ungewissheit wegen der Corona-Krise hat der SV Union Halle-Neustadt für eine weitere Spielerin Klarheit geschaffen: Rückraumspielerin Laura Winkler bleibt für ein weiteres Jahr beim Handball-Zweitligisten. Das gab der Verein am Dienstag bekannt. Für Winkler, die seit 2015 für Union spielt, hätte die vorzeitig abgebrochen Saison kaum schlechter laufen können. Zunächst kugelte sich die 23-Jährige in der Saisonvorbereitung den Ringfinger der linken Hand so böse aus, dass Bänder und Gewebe operativ wieder hergerichtet werden mussten. Erst Ende November 2019 absolvierte sie ihr erstes Spiel.

Laura Winkler bei den Wildcats mit Verletzungspech

Nach zehn Partien mit 13 Toren riss sich die Rückraumspielerin Mitte Februar in Herrenberg zwei Bänder im Knie und musste erneut unter das Messer. „Nach der schwierigen Saison wollten wir Laura Vertrauen entgegenbringen“, sagt Jan-Henning Himborn, Sportlicher Leiter von Union. „In der neuen Saison kann sie dann hoffentlich verletzungsfrei wieder durchstarten.“ Damit sind mit Torfrau Isabel Gois und Rückraum-Talent Lena Smolik nun nur noch zwei Spielerinnen aus dem aktuellen Kader ohne Vertrag für die neue Saison. Helena Mikkelsen (Rückraum, Oldenburg) und Alexandra Mazzuco (Rechtsaußen, Thüringer HC) stehen als Zugänge fest.

Offen ist aber weiterhin, in welcher Liga Union in der kommenden Saison spielt. Zum Zeitpunkt des vorzeitigen Abbruchs der jetzigen Spielzeit stand das Team auf dem zweiten Platz der zweiten Liga. Der Wille zum Aufstieg ist da. Noch aber berät die Ligaführung darüber, wie mit dem Aufstieg verfahren wird. Klar ist bisher nur: Sportliche Absteiger aus den ersten beiden Ligen wird es nicht geben. „Ich hoffe aber, dass wir spätestens nach Ostern eine Entscheidung haben“, sagt Himborn. Denn: „Im Fall eines Aufstiegs müssten wir nochmal auf dem Transfermarkt aktiv werden.“

SV Union Halle-Neustadt beantragt Drittliga-Lizenz für zweite Mannschaft

Während Union noch auf den Aufstieg der ersten Mannschaft hofft, hat der Verein den Wunsch bekundet, dass die zweite Mannschaft in der dritten Liga bleiben kann. Das Team steht dort auf einem Abstiegsplatz, die Regelung ist noch offen. „Wir haben aber die Lizenz für die dritte Liga beantragt“, so Himborn.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 25.03.2020 (Fabian Wölfling)

Laura Winkler und die Wildcats gehen gemeinsame Wege

Es war keine einfache Saison, vielleicht war es auch die schwerste ihrer bisherigen Handballkarriere. Laura Winkler verletzte sich zu Saisonbeginn mit einer Fraktur am Finger. Nur wenige Wochen nach der Rückkehr am Anfang des Jahres zog sich die 23-Jährige dann einen doppelten Bänderriss zu. Operation und Saisonaus war die schlimme Diagnose für die Rückraumspielerin. Der SV UNION Halle-Neustadt stärkt der seit 2015 in Halle spielenden Laura Winkler aber den Rücken. „Laura ist durch ihre lange Vereinszugehörigkeit eine Ur-Wildcat. Wir hoffen, dass sie gestärkt aus dieser für sie nicht optimal gelaufenen Saison rausgeht. Von uns bekommt sie jedenfalls das Vertrauen und daher verlängern wir den Vertrag um ein weiteres Jahr“, so der sportliche Leiter Jan-Henning Himborn.

Laura Winkler glücklich über die Vertragsverlängerung

„Ich bin froh, dass ich in Halle verlängert habe, da ich hier mit Familie, Freund und Freunde alles Wichtige in meinem Leben habe. In der Mannschaft fühle ich mich richtig wohl und freue mich schon auf die Zeit, wo ich wieder in einer vollen Halle kann“, so Laura Winkler. Bevor es auf das Handballparkett zurückgeht, stehen aber im April die Abschlussprüfungen zur Industriekauffrau auf der Agenda. An der Entscheidung zur Vertragsverlängerung war bereits auch der neue Trainer Christian Denk beteiligt. „Laura verkörpert zu 100 Prozent Identifikation mit dem Verein und stellt sich immer voll in den Dienst der Mannschaft. Ihre Stärke hat sie in der Deckung und ich freue mich demnächst mit ihr zusammenarbeiten“, so der zukünftige Wildcats Coach.

Foto: Detlev Keller

 

Wildcats.TV Folge 17 – Saisonabbruch mit einen Rückblick auf die Wildcats

Handball wird es in den nächsten Monaten nicht mehr zusehen geben. Damit die Zeit ohne Wildcats nicht so lang wird, hat Felix Spengler einen Saisonrückblick zusammengeschnitten. Neben bekannten Szenen aus den Heimspielen gibt es auch unveröffentlichtes Material aus Auswärtsspielen.

Corona-Virus: HBF Bundesliga-Saison 2019/20 abgebrochen, OLYMP Final4 nicht im Mai

Die Handball Bundesliga Frauen (HBF) muss die Meisterschaftsrunde 2019/20 für die 1. und 2. Bundesliga abbrechen. Grund hierfür ist die sich zuspitzende Situation das Corona-Virus betreffend. Sportliche Absteiger aus der 1. und 2. Bundesliga gibt es nicht. Das OLYMP Final4 kann wegen behördlicher Vorgaben nicht wie geplant am 23. und 24. Mai stattfinden, eine Verlegung wird geprüft. Die Vorschriften der Behörden verschärfen sich täglich: bis mindestens Ende April ist kein regulärer Trainingsbetrieb für die HBF-Clubs möglich. Auch für die Zeit danach gibt es noch keinerlei Gewissheit. Immer mehr Quarantäne-Fälle erreichen nun auch den Handball.

Für die HBF steht die Gesundheit der Bevölkerung, der Spielerinnen sowie aller darüber hinaus am Spielbetrieb beteiligten Personen im Vordergrund. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und politischen Entscheidungen in Bezug auf das Corona-Virus und in Verantwortung gegenüber seinen Mitgliedsvereinen sieht der HBF-Vorstand sich gezwungen, die aktuelle Bundesliga-Saison 2019/20 abzubrechen. Gleichzeitig hat der Vorstand beschlossen, dass es für die laufende Saison keine sportlichen Absteiger aus der 1. und 2. Bundesliga gibt. Über mögliche Aufsteiger sowie die Vergabe der internationalen Startplätze wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Mit Baden-Württemberg hat ein Bundesland nunmehr Veranstaltungen generell bis auf Weiteres verboten, eine entsprechende Verordnung gilt Stand jetzt bis Mitte Juni. Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit, sogenannte Geisterspiele, würden die HBF-Clubs aufgrund der damit verbundenen Einnahmeverluste im Bereich Ticketing und Sponsoring in unzumutbarer Weise belasten. Schon jetzt stehen die 14 Erst- und 16 Zweitligisten im Hinblick auf die kommende Saison vor enormen, nie dagewesenen wirtschaftlichen Herausforderungen.

Das OLYMP Final4, die Endrunde um den DHB-Pokal der Frauen, kann aufgrund der behördlichen Vorgaben nicht wie geplant am 23. und 24. Mai in der Stuttgarter Porsche-Arena stattfinden. Derzeit wird eine Verlegung auf einen späteren Zeitpunkt geprüft. Die Tickets behalten vorerst weiter ihre Gültigkeit.

Quelle: Handball Bundesliga Frauen

TV-Beitrag vom 15.03.2020: Wildcats bangen um Saisonziel

Die Wildcats aus Halle waren auf dem besten Wege, den direkten Wiederaufstieg in die 1. Handball-Bundesliga zu schaffen. Jetzt macht ihnen wohl das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung.

Link zum TV-Beitrag von MDR Sachsen-Anhalt heute (15.03.2020)

Juniorteam: Der erste Auswärtserfolg in der 3. Liga

Am Weltfrauentag, dem 8. März reiste das JUNIOR-Team nach Bad Homburg zum Rückspiel gegen die TSG Ober Eschbach. Nach sechzig Spielminuten konnten die Juniorcats den ersten Auswärtssieg feiern. Dabei war der Spielbeginn alles andere als vielversprechend. Nach 15 Minuten lagen die Hallenserinnen mit 5:1 im Rückstand. Trainer Jan-Henning Himborn nahm die erste Auszeit und stellte das Team erfolgreich um. Die als Verstärkung aus der ersten Mannschaft mit angereisten Jenice Funke und Julia Redder wurden eingewechselt und die Angriffe wurden nun aggressiver und vor allem erfolgreicher gestaltet. In Spielminute 25 wurde der Ausgleich zum 8:8 durch Jenice Funke per Siebenmeter erzielt und mit dem Halbzeitpfiff führte das Juniorteam mit 10:12. Allein sechs Treffer gingen auf das Konto von Jenice Funke. Diese knappe Führung behauptete die Mannschaft bis zum Spielende und konnte diese mit dem Schlusspfiff durch einen Torerfolg von Lea Mögling auf vier Tore ausbauen.

Rote Laterne abgegeben

Mit diesem ersten Auswärtssieg wurden zwei ganz wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg gewonnen und die rote Laterne des Tabellenletzten konnte an die TSG Ober Eschbach abgegeben werden. Die zweite Spielhälfte war im Gegensatz zur ersten ein wahres Torfestival mit von beiden Mannschaften insgesamt 40 erzielten Toren. Dass dabei die Juniorcats mit 21 Toren das bessere Ende für sich hatten, war einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu verdanken. Die erfolgreichste Torschützin war mit hervorragenden zwölf Treffern Jenice Funke. Aber auch Julia Redder mit sechs Treffern sowie Vanessa Dierks und Lena Smolik mit jeweils fünf Toren trugen maßgeblich zum Erfolg bei. Die Mannschaft ist nun fokussiert auf die noch ausstehenden fünf Spieltage. Es müssen weitere Punktgewinne erkämpft werden, damit der Klassenerhalt gelingt. Dieses Ziel will das JUNIOR-Team  erreichen und am Samstag, den 14.03.2020 zum Auftakt des Doppelspieltages im Heimspiel gegen den Tabellenneunten HV Chemnitz die Punkte in Halle (Saale) behalten. Anwurf ist um 16.00 Uhr in der ERDGAS-Arena. Am Abend um 19.00 Uhr treffen dann die Wildcats auf den TSV Nord Harrislee.

Die Mannschaftsaufstellung gegen Ober Eschbach:

Plitz, Lepschi; Reppe, Mögling (3 Tore), Thieme, Smolik (5), Schmitz, Rösner, Kranz (2), Redder (6), Stehlik, Dierks (5), Janze, Rutsch, Funke (12)

Redaktion: Gerhard Dörge

 

Aktuelle Informationen zum Bundesligaspiel – Stand: 10.03.2020 – 22:00 Uhr

Aktuell erreichen uns viele Anfragen zum Bundesligaspiel der Wildcats am Samstag gegen den TSV Nord Harrislee.  Seit Dienstag gibt es leider mehrere bestätigte Corona-Fälle in Halle (Saale). Wir stehen im engen Kontakt mit den Verantwortlichen der Stadt Halle und anderen Entscheidungsträgern. Die Situation fordert uns alle und wir appellieren an Ruhe und Besonnenheit. Die Gesundheit […]

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Christian Denk braucht den “Kick Handball” und das ab Sommer mit den Wildcats

Trainersuche erfolgreich, dass kann der SV UNION Halle-Neustadt am Dienstagabend vermelden. Zur neuen Saison wird Christian Denk der neue Trainer an der Seitenlinie der Wildcats sein. Der 36-Jährige ist in der Bundesliga kein Unbekannter. „Ich habe bereits mit vier Jahren aktiv das erst mal einen Handball in die Hand genommen. Seitdem ist mein Leben von diesem tollen Sport geprägt“, so der zukünftige Trainer. In den Trainerbereich ist der in Kassel geborene Christian Denk im Jahr 2001 als Jugendtrainer eingestiegen. Seine größten Erfolge feierte er mit dem aktuellen Zweitligisten SG Kirchhof 09. Die erste Frauenmannschaft übernahm er im Jahr 2016 in der 3. Liga, mit welcher er auch den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. Bis Dezember 2019 hat er Kirchhof zu einer etablierten Bundesligamannschaft entwickelt, wo die Handschrift Denk deutlich zu lesen ist. Nach dem Rücktritt vor wenigen Monaten braucht er jetzt wieder den „Kick Handball“.

Christian Denk kennt bereits einige Spielerinnen

„Das Trainerprofil passt perfekt zu der Vereinsphilosophie“, so begründet Jan-Henning Himborn den Transfer. „Halle hat gute Voraussetzungen, um meine Handballphilosophie umzusetzen. Ich möchte ein enges Zusammenarbeiten zwischen Wildcats und Juniorteam schaffen, denn Zusammenhalt und Identifikation sind mir enorm wichtig. Die Grundsteine für einen modernen sowie schnellen Handball wo eine gewisse Emotionalität und Aggressivität dazugehört sind in Halle gelegt. Jetzt gilt es die guten Voraussetzungen zu nutzen und in der Zukunft zu optimieren“, so der künftige Trainer des SV UNION Halle-Neustadt. Spielerinnen wie Danique Boonkamp oder Swantje Heimburg kennt der neue Trainer durch seine vorherige Trainerstation bereits sehr gut. In der ERDGAS Sportarena war Christian Denk schon öfters zu Gast und konnte mit seinem alten Team am 04. Februar 2018 sogar zwei Punkte entführen. „Halle hat eine Spielstätte, die in der Bundesliga einmalig ist. Ich will zusammen mit der Mannschaft die Fans begeistern, sodass wir in Zukunft immer zwischen 700 – 1000 Zuschauer in der Arena haben werden”.

Positives Vereinsleben

Der in Spielen emotionale neue Coach ist auch bekannt für eine ausgezeichnete Jugendarbeit. „Positives Vereinsleben ist mir enorm wichtig, von daher habe ich in Kirchhof regelmäßig Handball-Camps mit 50 – 70 Kindern organisiert“, so Christian Denk. Er unterschrieb in Halle einen 2 Jahres Vertrag, welcher für die 1. und 2. Bundesliga gültig ist.

Wildcats mit Kantersieg in Solingen-Gräfrath

Der SV UNION Halle-Neustadt verteidigt eindrucksvoll den 2. Tabellenplatz und verschafft sich Luft auf Verfolger BSV Sachsen Zwickau. Mit 27:40 (13:21) gewinnt das Team von Trainerin Tanja Logvin deutlich beim Tabellenletzten HSV Solingen-Gräfrath 76. Das Bundesligaspiel war schnell entschieden, bereits in der 11. Minute führten die Hallenserinnen mit 3:8 durch einen Treffer von Danique Boonkamp. Im weiteren Spielverlauf ließen die Wildcats nicht locker und taten was für ihr Torverhältnis. Erfolgreichste Spielerin bei den Gästen war Lea Gruber mit 10 Toren. Merit Müller und Vanessa Brandt waren mit 5 Treffern bei Solingen am besten.

Verletzte Rückraumspielerin als moralische Unterstützung dabei

Nur 152 Zuschauer sahen in der Solinger Klingenhalle einen Sahnetag der Wildcats-Offensive. Zum zweiten Mal in der Saison knackten die Hallenserinnen die 40 Tore Marke. Mit einem so deutlichen Sieg war im Vorfeld nicht zu rechnen. Durch den kurzfristigen Ausfall von Saskia Lang, welche kein grünes Licht wegen ihrem Knie bekommen hat reisten die Wildcats mit nur 8 Feldspielerinnen nach Nordrhein-Westfalen. Zuhause bleiben wollten Sophie Lütke und Saskia Lang aber nicht und unterstützten das Team mental. Insgesamt war es ein souveräner Auftritt von der ersten Minute an des Tabellenzweiten. Auch wenn beide Mannschaften zu Beginn nervös in die Partie starteten, gewannen die Wildcats mit jedem Treffer mehr Sicherheit. Durch gute Abwehrarbeit und einer starken Isabell de Gois im Tor konnte man sich schnell entscheidend absetzen und mit einer deutlichen 13:21 Führung in die Halbzeitpause gehen.

40. Tor durch Vanessa Dierks

Beflügelt durch die in der Halbzeit in der Kabine bekannt gewordenen 30:26 Niederlage von Zwickau in Harrislee ließen die Wildcats auch im zweiten Spielabschnitt nicht locker. Eine kleine Schwächephase wie in den meisten Spielen war in diesem Spiel schwer zu finden. „Es war ein sehr schnelles Spiel von beiden Mannschaften, daher natürlich auch sehr kräfteraubend. Mit Isa hatten wir im Tor einen super Rückhalt. Im Angriff waren wir von jeder Position sehr konsequent mit unseren Abschlüssen“, so Lea Gruber. Stück für Stück bauten die Wildcats jetzt ihre Führung weiter aus. Das im Handballsport so bedeutende 40. Tor für die Hallenserinnen warf die jüngste im Kader Vanessa Dierks. Was das Mannschaftsintern bedeutet, war am Samstagabend noch nicht rauszubekommen. Neben dem deutlichen Auswärtssieg war es auch schön anzusehen, dass sich jede Feldspielerin in die Torschützenliste eintragen konnte und somit Anteil an diesen in der Höhe überraschenden Auswärtserfolg hatte

Am kommenden Samstag geht es dann um 19:00 Uhr Zuhause in der ERDGAS-Sportarena gegen den TSV Nord Harrislee weiter.

Statistik und detaillierter Spielverlauf

Bild: Detlev Keller