Wildcats - 1. Bundesliga

TV Beitrag: Das Überraschungsteam der Stunde: Die Handbalfrauen der Halle Wildcats

Die Handball-Bundesliga der Frauen hat Pause. Am Mittwoch beginnt die Handball-WM. Der Mitteldeutsche Rundfunk hat bei Jan-Henning Himborn und Katrin Welter nachgefragt, warum es bei den Hallenserinnen aktuell so gut läuft.

Zum MDR-Beitrag vom 30.11.2021 geht es hier.

“Ich freue mich, dass ich ein Teil davon sein darf” – Helena Mikkelsen verlängert Vertrag bis 2024

Wenn man im Umfeld des SV UNION Halle-Neustadt von Miks spricht, meint man Helena Mikkelsen. Auch in den nächstem zwei Jahren wird man den Spitznamen der dänischen Rückraumspielerin bei den Wildcats öfters gebrauchen. Die 25-Jährige hat ihren Vertrag beim SV UNION Halle-Neustadt bis 2024 für die 1. und 2. Bundesliga verlängert. Mit der Vertragsverlängerung beginnt beim aktuell Tabellenfünften der 1. Handball Bundesliga Frauen die intensive Personalplanung für die kommende Saison.

Erfolgreichste Torschützin verlängert bei den Wildcats

Helena Mikkelsen ist aktuell mit 45 Toren die erfolgreiche Torschützin im Team von Katrin Welter. Die durch ihren starken Wurf bekannte Dänin war bereits von 2015 bis 2018 in Halle, bevor sie anschließend bis 2020 zum VFL Oldenburg wechselte. Die mittlerweile auch privat in Halle eine Heimat gefundene Mikkelsen setzt somit ein Zeichen für ihre Verbundenheit mit dem SV UNION Halle-Neustadt. „Ich freue mich über die Vertragsverlängerung, da es gerade sehr viel Spaß macht, Handball zu spielen. Die Mannschaft und auch der Verein machen aktuell einen großen Schritt in die richtige Richtung, um dauerhaft in der 1. Bundesliga zu spielen. Ich freue mich, dass ich ein Teil davon sein darf“, so die Rückraumspielerin.

Auch Katrin Welter freut sich, dass man so eine wichtige Spielerin an den Verein binden konnte. „Es ist ein super Zeichen, das Helena Mikkelsen ihren Vertrag so frühzeitig verlängert. Sie ist eine absolute Leistungsträgerin und eine wichtige Stütze auf und neben dem Parkett. Mich freut es besonders, dass wir eine Spielerin halten, konnten die sich zu 100 % mit dem Projekt und dem Weg der Wildcats identifiziert und diesen Weg auch weiterhin gehen möchte“, so die Trainerin des SV UNION Halle-Neustadt.

Nächstes Spiel erst nach der Weltmeisterschaft in Spanien

Das nächste Spiel der Hallenserinnen findet erst am 29. Dezember 2021 um 19:00 Uhr in der SWH.arena statt. Zu Gast zum letzten Heimspiel des Jahres, welches von den Stadtwerken Halle präsentiert wird, ist Bayer 04 Leverkusen.

Wildcats erkämpfen sich Derbysieg gegen den Thüringer HC

Der SV UNION Halle-Neustadt geht als Derbysieger in die WM-Pause. Das Team von Katrin Welter setzte sich am Samstagabend überraschend mit 23:26 (12:14) beim Thüringer HC durch. Für die Hallenserinnen ist es der erste Punktgewinn gegen das Spitzenteam vom Thüringer HC in der Vereinsgeschichte. Ausschlaggebend für diesen fulminanten Auswärtssieg war eine starke Anica Gudelj im Tor der Hallenserinnen sowie ein torgefährlicher Rückraum. Die Gastgeber führten im Spielverlauf nur mit einem Tor bis zur 10. Minute beim 5:4. Die Wildcats wirkten kampfstärker und bissen sich mit mehr Siegeswillen durch das Spiel. In der zweiten Halbzeit ließen die Hallenserinnen nicht locker und bauten ihre Führung bis auf 15:22 in der 45. Minute aus. Auch wenn der THC noch mal Ergebniskosmetik betreiben konnte, war der dritte Bundesligasieg in Folge den Wildcats nicht mehr zu nehmen. Bei den Hallenserinnen konnte Simone Spur Petersen und Helena Mikkelsen mit jeweils sechs Toren am meisten einnetzen. Kerstin Kundig war mit 5 Toren die erfolgreichste Spielerin beim Thüringer HC.

Wildcats verbringen Weihnachten und WM-Pause auf 5. Tabellenplatz der 1. Bundesliga

Der SV UNION Halle-Neustadt hat ein nächstes Ausrufezeichen in der Handball Bundesliga Frauen hinterlassen. Mit dem Saisonziel Klassenerhalt in die Liga gestartet, wird das Team von Katrin Welter die Weihnachtspause auf Tabellenplatz 5 verbringen. Vor 680 Zuschauern in der Salza-Halle besiegte der Außenseiter den Serienmeister Thüringer HC. Die Gründe für den Auswärtserfolg waren schnell gefunden. Eine starke Anica Gudelj im Tor der Hallenserinnen brachte die Thüringerinnen zum Verzweifeln. Mit einer Quote von fast 50 % an gehaltenen Bällen war die Torhüterin die Spielerin des Spiels. Die Wildcats brauchten zehn Minuten, um sich in der Defensive zu finden. In der Anfangsphase kassierte das Team von der Saale zu einfache Rückraum Tore der Gastgeber. Vor allem Anika Niederwieser nutzte die etwas passiv agierende Defensive der Hallenserinnen aus. Je länger das Spiel dauerte, desto aggressiver und kompakter wurde die Abwehr allerdings. Herbert Müller war sichtbar unzufrieden mit seiner Mannschaft. Vor allem im Angriff ließ der Thüringer HC eine Chance nach der anderen liegen.

Wildcats dominieren die zweite Halbzeit in der Salza Halle

Auch im zweiten Spielabschnitt ließen die Spielerinnen von Katrin Welter nicht locker. Der dänische Rückraum mit Helena Mikkelsen, Simone Spur Petersen und Camilla Madsen bekamen die Gastgeber nicht in den Griff. Als die Wildcats mit 15:22 (45. Minute) in Führung waren zeigte auch Herbert Müller Nerven. Lautstark äußerte er sich zu Schiedsrichterentscheidungen was eine Zeitstrafe mit sich brachte. Taktisch stellte der Cheftrainer des THC seine Mannschaft am Ende noch mal um. Mit einer siebten Feldspielerin sorgte er für Verunsicherung bei den Wildcats. Bis auf 23:25 in der 59. Minuten kam der Favorit noch mal ran, bevor Vanessa Dierks 35 Sekunden vor Schluss das Tor zur Vorentscheidung erzielen konnte.

Stimmen zum Spiel

Katrin Welter (Trainerin SV UNION Halle-Neustadt)

Wir hatten mit Anica im Tor einen super Rückhalt. Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft, da wir das Spiel heute mit viel Kampfgeist gewonnen haben. Unser Rückraum hat die ganze Zeit einen hohen Druck auf die Abwehr des THC ausgeübt.

Herbert Müller (Trainer Thüringer HC)

Es war ein verdienter Erfolg für Halle-Neustadt. Sie haben mehr gekämpft und gefightet für den Sieg als wir. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir unterirdisch gespielt.

Statistik zum Spiel

Wildcats: Gudelj, Lepschi, – Petersen 6, Mikkelsen 6, Niewiadomska 5/5, Madsen 4, Gruber 2, Nukovic 1, Dierks 1, Gudelj 1, Heimburg, Dietz, Tietjen, Smolik, Redder, Nowak

Zeitstrafen:
Thüringer HC: 4×2 Minuten
Wildcats: 3x 2 Minuten

Siebenmeter:
Thüringer HC: 3/3
Wildcats: 5/5

Zuschauer: 680

Schiedsrichter: Lucas Hellbusch / Darnel Jansen

RE-Live bei Sportdeutschland.TV

Wildcats reisen zum Deutschen Meister Borussia Dortmund

Nach der SG BBM Bietigheim am zweiten Spieltag und dem Thüringer HC im DHB-Pokal treffen die Wildcats am Mittwochabend auf die nächste Top-Mannschaft. Das Team um Kapitänin Swantje Heimburg muss um 19:30 Uhr beim Deutschen Meister Borussia Dortmund antreten. Als Außenseiter fährt der SV UNION Halle-Neustadt zwar dorthin möchte aber den Favoriten ähnlich ärgern wie Bietigheim zu Beginn der Saison.

Länderspieleinsatz und gutes Spiel im Juniorteam

Während der Länderspielepause tankten die meisten Spielerinnen Kraft und Energie bei ihren Familien. Julia Niewiadomska war mir der polnischen Nationalmannschaft unterwegs und konnte die Partien gegen die Schweiz und Litauen gewinnen. In den beiden Spielen zur Europameisterschaft Qualifikation konnte sie sich auch in die Torschützenliste eintragen. Die zweite Spielerin, welche am vergangenen Wochenende auf der Platte stand, war Lara Lepschi. Die Torhüterin unterstützt das Juniorteam in der 3. Liga beim fulminanten 30:21 Heimsieg gegen den Rostocker HC. Die 20-Jährige zeigt eine sehr starke Leistung und war mit einer der Gründe für den überraschend deutlichen Erfolg. Am Mittwochabend wartet dann ein anderes Kaliber auf die Hallenserinnen, dass weiß auch die junge Torhüterin. „Für mich war der Sieg des Juniorteams ein persönliches Erfolgserlebnis. In Dortmund wollen wir an die guten Leistungen der Liga anknüpfen und vielleicht ist eine Überraschung möglich. Umsonst wollen wir jedenfalls nicht dorthin fahren”, so Lara Lepschi.

Kleiner Kader aber mit viel Qualität

In Dortmund erwartet die Wildcats bekannte Namen aus verschiedenen Nationalmannschaften. Aus dem DHB-Team stehen Neu-Kapitänin Alina Grijseels sowie Amelie Berger im Kader der Dortmunderinnen. Yara ten Holte, Laura van der Heijden und Merel Freriks spielen dagegen beim amtierenden Weltmeister Niederlande. Auch wenn der Kader von Dortmund durch zahlreiche Verletzungen stark dezimiert ist, gehen die schwarz-gelben durch ihre individuelle Stärke als Favorit ins Spiel. Geleitet wird das Bundesligaspiel, wie zuletzt das Pokalspiel der Hallenserinnen von Lucas Hellbusch und Darnel Jansen. Sportdeutschland übertragt ab 19:15 Uhr Live aus der Sporthalle Wellinghofen.

Foto: Michael Vogel