Wildcats - 1. Bundesliga

“Gott sei Dank, dass wir Anica im Tor haben“ – Torhüterin verlängert beim SV UNION Halle-Neustadt

Diesen Satz haben Spielerinnen, Trainer und Fans des SV UNION Halle-Neustadt in den letzten fünf Jahren öfters benutzt. Torhüterin Anica Gudelj hat sich nicht nur zu einer wichtigen Spielerin im Team der Wildcats entwickelt, sondern ist auch ein Publikumsliebling geworden. Umso erfreulicher ist es, dass man sich einigen konnte, die Zusammenarbeit um zwei weitere Jahre zu verlängern. Die Vertragsverlängerung gilt für die 1. und 2. Bundesliga. „Diese Verlängerung war für die Mannschaft und den Verein enorm wichtig. Anica bringt seit mehreren Jahren eine konstant gute Leistung und sorgt somit für Stabilität. Zusammen mit Lara Lepschi und Thara Sieg haben wir ein gutes Torhüter-Trio. Für die beiden jungen Torhüterinnen ist Anica ein echtes Vorbild“, so ein glücklicher Sportdirektor Jan-Henning Himborn.

Rundum-sorglos-Paket passt in Halle am besten

Mittlerweile hat die kroatische Torhüterin in Halle auch ihre zweite Heimat gefunden. Ihre Schwester Marija spielt seit der Saison ebenfalls bei den Wildcats und die anfänglichen Sprachbarrieren gibt es so gut wie gar nicht mehr. „Ich habe in meiner Karriere bisher immer den Verein gewechselt, wenn ich das gefühlt hatte, dass es keinen Raum mehr für Verbesserungen gibt. Ich spüre in Halle immer noch, dass wir viel mehr erreichen können. Es macht mir unheimlich Spaß, mit den anderen Spielerinnen hier zu spielen und zu trainieren. Der Verein wird immer professioneller und da ich jetzt auch noch meine Schwester an meiner Seite habe, ist das Paket für mich perfekt“, so die Torhüterin.

Halle gegen Mainz in einer anderen Rolle

Heute Abend um 19:30 Uhr steht Anica Gudelj dann vor einer wichtigen Aufgabe. Im Nachholspiel gegen den Tabellenvorletzten 1. FSV Mainz 05 muss der Aufsteiger aus Halle zwei Punkte holen, um nicht noch tiefer in den Tabellenkeller zu rutschen. Aktuell belegen die Saalestädterinnen den letzten Nichtabstiegsplatz in der 1. Bundesliga. Dieser soll bis zum Saisonende verteidigt werden. Die Gäste aus Mainz kommen aber mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen an die Saale gereist. Erst am Sonntagnachmittag zeigt die Mannschaft von Trainer Florian Bauer, was für Qualitäten das Team hat. Gegen die Kurpfalz Bären Ketsch gelang dem Team mit 34:22 der erste Bundesligasieg der Saison. Anica Gudelj sieht die Wildcats am Mittwochabend in einer anderen Rolle als sonst: „Dies ist ein etwas anderes Spiel für uns als sonst, da wir nicht oft als Favorit ins Spiel gehen. Es wird für beide Mannschaften kein einfaches Spiel werden. Für uns ist es das fünfte Spiel im Januar und ich bin überzeugt davon, dass wir unser Bestes geben werden, um die Punkte in Halle zu behalten“.

Das Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 wird ab 19:30 Uhr Live bei Sportdeutschland.TV übertragen. Moderiert wird die Partie von Elisa Möschter und Eileen Uhlig. Schiedsrichter des Bundesligaspiels sind Konrad Gimmler und Jannik Rips aus dem Nachwuchskader des DHB.

 

Wildcats belohnen sich nicht für gute zweite Halbzeit

Die Wildcats haben ihr erstes Heimspiel im Jahr 2021 mit 23:26 gegen die TuS Metzingen verloren. Jan-Henning Himborn sah von seiner Mannschaft zwei unterschiedliche Gesichter. Metzingen zeigte vor allem in der 1. Halbzeit, was für Qualitäten im Team steckt. Der Tabellendritte aus Süddeutschland bestrafte jeden technischen Fehler der Wildcats mit schnellen Tempogegenstößen. Die Folge war ein deutlicher 9:16 Rückstand zur Pause für die Hallenserinnen. Im zweiten Spielabschnitt stellte der Aufsteiger die hohe Fehlerquote ab und kämpften sich ins Spiel zurück. In der 51. Minute erzielte Cecilie Woller den Anschlusstreffer zum 20:22. Zwei Zeitstrafen, ein verworfener Siebenmeter und das nicht nutzen von Torchancen waren die Gründe, das Metzingen am Ende nicht noch mehr unter Druck gesetzt werden konnte. Der Tabellendritte nahm daher auch verdient die zwei Punkte von der Saale mit. Sophie Lütke war mit 7 Toren beste Spielerin bei den Wildcats. Bei Metzingen konnte sich Nationalspielerin Marlene Zapf mit 6 Toren am häufigsten in die Torschützenliste eintragen.

Nicht an den Matchplan gehalten

Die Enttäuschung war den Spielerinnen und dem Trainerteam des SV UNION Halle-Neustadt nach Abpfiff ins Gesicht geschrieben. Denn zum wiederholten Male haben die Hallenserinnen unnötig Punkte im Kampf um den Klassenerhalt liegenlassen. Der Grund war schnell analysiert „Meine Mannschaft hat sich in der ersten Halbzeit 10 Minuten nicht an den Matchplan gehalten. So was bestraft eine Spitzenmannschaft wie Metzingen brutal. Leider konnten wir diese Schwächephase auch nicht mit einer sehr guten Leistung in der zweiten Halbzeit kompensieren“, so Jan-Henning Himborn. Bis zum 6:9 in der 21. Minute hielten die Wildcats noch gut mit. Die anschließenden zehn Minuten reichten dem Favoriten dann aus, deutlich in Führung zu gehen. Technischen Fehler und immer wieder Würfe in den gut stehenden Metzinger Block führten zu schnellen Toren für die Tussies. Besonders Silje Brons Petersen und Marlene Zapf übernahmen hier Verantwortung für den Tabellendritten.

Wildcats fehlt es an Kaltschnäuzigkeit

In der zweiten Hälfte nahm Jan Henning Himborn ein paar Wechsel im Kader vor und brachte unter anderen Laura Winkler und Alexandra Mazzucco in die Partie. Die technischen Fehler wurden reduziert und der Aufsteiger kämpfte sich zurück. Ähnlich wie in der Vorwoche gegen Bensheim schafften die Hallenserinnen aber nicht das Spiel zudrehen. Die Chancenverwertung und die nötige Cleverness fehlten dem Team aus Sachsen-Anhalt. In der 53. Minute erzielte Cecilie Woller das 21:23 und man hatte noch Hoffnung auf einen überraschenden Punktgewinn. Das Tor der gutspielenden Dänin war auch die letzte Aktion für sie im Spiel. Die Rückraumspielerin musste anschließend mit einem blauen Auge das Spielfeld verlassen. Ein verworfener Siebenmeter und zwei Zeitstrafen in der Schlussphase beendeten die Aufholjagd dann endgültig und Metzingen gewinnt am Ende verdient mit 23:26.

4 – Punkte Spiel am Mittwochabend

Für die Hallenserinnen wartet jetzt am Mittwoch das Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05. Gegen den aktuellen Tabellenletzten müssen die Wildcats dann wichtige Punkte im Kampf um den Ligaverbleib einsammeln. Anwurf ist am Mittwoch um 19:30 Uhr in der ERDGAS Sportarena.

Das Spiel im RE-Live bei Sportdeutschland.TV

Das Progammheft zum Spiel

Statistik und Spielverlauf

 

Entscheidung aufgehoben: Neuansetzung Halle gegen Mainz

Die 2. Kammer des Bundessportgerichts hat die Entscheidung der Spielleitenden Stelle der Handball Bundesliga Frauen (HBF), die Begegnung zwischen dem SV Union Halle-Neustadt und dem 1. FSV Mainz 05 aufgrund fehlender Corona-Testergebnisse der Gäste mit 2:0 für die Heimmannschaft zu werten, aufgehoben. Die HBF wird dieses Urteil akzeptieren und das Spiel neu ansetzen.
Die vom Bundessportgericht für diese Art der Entscheidung geforderte satzungsgemäße Grundlage ist im HBF-Hygienekonzept zwischenzeitlich ergänzt worden.

Da diese Anpassung zum Zeitpunkt des Spiels Buxtehuder SV gegen die Kurpfalz Bären (ursprünglicher Termin 27.12.2020), bei dem von der Gastmannschaft ebenfalls keine PCR-Testergebnisse vorgelegt werden konnten, noch nicht vorgenommen worden war, wurde diese Begegnung bereits neu angesetzt. Spieltermin ist der 7. April 2021.

Hintergrund
Die Erstligabegegnung des 7. Spieltags zwischen dem SV Union Halle-Neustadt und dem 1. FSV Mainz 05 musste am 24. Oktober 2020 abgesagt werden. Grund hierfür war, dass die Gäste zum Spiel nicht die im Hygienekonzept der Handball Bundesliga Frauen (HBF) geforderten Corona-Befunde der Aktiv Spielbeteiligten vorlegen konnten. Der 1. FSV Mainz 05 hatte gegen diese Entscheidung Einspruch beim Bundessportgericht eingelegt.

Anmerkung vom Verein:

Für den SV UNION Halle-Neustadt ist die späte und auch überraschende Entscheidung sehr unglücklich. Der Spielkalender ist an den Wochenenden voll und somit droht erneut eine englische Woche mit einem Mittwochspiel für die Wildcats. Des Weiteren ist der Kader zum heutigen Zeitpunkt verletzungsbedingt ein anderer als noch im Herbst. Hinzu kommt, dass zum Spiel am 24.10.2020 noch Zuschauer möglich gewesen sind und Eintrittskarten verkauft wurden. Jetzt droht dem Verein ein weiteres Geisterspiel.

 

Nach Thüringer HC, Borussia Dortmund kommt jetzt die HSG Bensheim/Auerbach für Lena Smolik und ihre Wildcats

Alle guten Dinge sind drei und somit starten die Handballerinnen des SV UNION Halle-Neustadt am Sonntagmorgen zum dritten Auswärtsspiel in Folge. Ziel ist diesmal die HSG Bensheim/Auerbach. In der Weststadthalle ist dann um 16:00 Uhr Anwurf in der Nachholpartie des 11. Spieltags. Das Spiel wurde wegen einer COVID-19-Infektion bei den Gastgebern verlegt. Die Spielerinnen von […]

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Union hält gegen Dortmund nur eine Halbzeit mit

Die Handballerinnen des SV Union Halle-Neustadt konnten den Siegeszug von Borussia Dortmund in der Bundesliga nicht stoppen. Die Saalestädterinnen verloren am Mittwoch ihr Spiel beim Champions-League-Teilnehmer mit 21:38 (14:18). Der Aufsteiger bot dem haushohen Favoriten, der im zehnten Spiel den zehnten Sieg feierte, über weite Strecken der ersten Halbzeit Paroli. Bis zum 14:16 (27.) blieb der SV Union dran. Doch nach dem Seitenwechsel mussten die Gäste dem hohen Tempo der Dortmunderinnen Tribut zollen. Mit einem 11:2-Lauf auf 27:16 (44.) entschied der Meisterschaftsfavorit die Begegnung zu seinen Gunsten. Verzichten mussten die Hallenserinnen auf Sophie Lütke und Julia Redder. Währende es sich bei Sophie Lütke um eine Vorsichtsmaßnahme handelt droht bei Julia Redder eine längere Pause. Beide Spielerinnen sind im Abschlusstraining am Dienstag umgeknickt. Julia Redder wird für eine abschließende Diagnose die Sportklinik Halle aufsuchen müssen.

Den größten Anteil am verdienten Erfolg der Gastgeberinnen hatten Tina Abdulla (6/1), Alina Grijseels (5/2) und Laura van der Hejden (4). Für Halle erzielten Helena Mikkelsen (8/2) und Cecilie Woller (6) die meisten Tore.

Bereits am Sonntag müssen die Himborn Schützlinge erneut antreten. Dann geht es zur HSG Bensheim/Auerbach welche am Mittwoch überraschend den Thüringer HC geschlagen haben.

Das Spiel im RE-Live von Sportdeutschland.TV

Wildcats reisen als klarer Außenseiter nach Dortmund

Zum Feiertag Heilige Drei Könige wartet auf die Wildcats die nächste schwere Aufgabe in der 1. Handball Bundesliga. Die Hallenserinnen reisen am Abend zum ungeschlagenen BVB Dortmund. Unter Druck brauch sich das Team von Jan-Henning Himborn nicht setzen, denn mit einem Punktgewinn ist unter normalen Umständen nicht zurechnen. Vorgenommen hat sich der Aufsteiger aus der Saalestadt aber dennoch Einiges. „Ich erwarte ein schnelles und mit viel Tempo geprägtes Spiel von Dortmund. Wir werden versuchen, es Dortmund schwer zu machen, sind uns aber der klaren Außerseitenrolle bewusst. Im Hinblick zum letzten Spiel beim Thüringer HC wollen wir diesmal besser und mit mehr Fokus ins Spiel starten. Mit gelungen Abwehraktionen wollen wir dann selbst mit Tempo nach vorn spielen und unsere Torchancen besser nutzen als noch am Samstag“, so Rückraumspielerin Laura Winkler.

Dortmund verfügt über einen breiten Kader, welcher gespickt ist mit Nationalspielerinnen. Das Team von Andre Fuhr ist die ausgeglichenste Mannschaft der Liga. Insgesamt sieben Spielerinnen erzielen im Schnitt mehr als 3 Tore pro Spiel. Diese Ausgeglichenheit macht es schwer, sich auf die Dortmunderinnen einzustellen. Bei den Wildcats sind es im Vergleich nur zwei Spielerinnen, die im Schnitt mehr als 3 Tore pro Spiel werfen.

Der Kader der Hallenserinnen wird so aussehen wie am Samstag gegen den Thüringer HC, als man deutlich mit 34:17 verloren hatte. Das Spiel gegen den Dortmund  wird wieder Live bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Das Spiel im Livestream

Erster Vorsatz in 2021 bereits futsch – Wildcats wollten Thüringer HC ärgern

Der Thüringer HC konnte am Samstagabend das Derby gegen die Wildcats vom SV UNION Halle-Neustadt deutlich mit 34:17 für sich gestalten. Erst in der 13. Minute konnten die Gäste aus Sachsen-Anhalt das erste Tor zum 6:1 durch Lea Gruber feiern. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel schon vorentschieden. Der Aufsteiger agiert oft zu ängstlich und nicht mutig genug, um den Favoriten Paroli zu bieten. Der Thüringer HC spielte dabei die ganze Klasse auf und dominierte das Spiel bis zur Pause mit einer 16:7 Führung. Auch im zweien Spielabschnitt änderte sich das Bild in der Salza Halle nicht. Der Favorit wusste, wie man mit Tempo und mit gutem Auge für den Kreis die Abwehr der Wildcats auseinandernimmt. Aufseiten des Thüringer HC war Emma Ekenman Fernis mit 8 Treffern am besten. Bei Halle konnte Cecilie Woller mit 5 Toren sich am häufigsten in die Torschützenliste eintragen.

Wildcats geben Spiel gleich zu Beginn aus der Hand

So haben sich die Wildcats und ihre Fans wohl den Start ins Jahr 2021 nicht vorgestellt. Nachdem überraschenden Unentschieden gegen die HSG Blomberg-Lippe wollte man den Thüringer HC ärgern. Aus diesem Vorsatz ist aber nichts geworden. Ein 6:0 – Lauf vom Gastgeber direkt zu Spielbeginn war eine kleine Vorentscheidung. Erst in der 13. Minute gelang den Hallenserinnen das erste Tor der Partie durch Lea Gruber. Auch auf den zweiten Treffer mussten die Wildcats lange warten. Cecilie Woller erzielte dann erst in der 20. Minute das nächste Tor für die Gäste. Der Favorit aus Thüringen dagegen kam mit Tempo und schönen Anspielen auf dem Kreis sehr gut ins Spiel. Vor allem die deutsche Nationalspielerin Ina Großmann setzte in der Anfangsphase die Akzente. Beim Spielstand von 10:2 nach 20 Minuten war das Spiel bereits jetzt endgültig entschieden. Trainer Jan-Henning Himborn zeigt sich enttäuscht. „Die hohe Niederlage ist für uns schon ziemlich bitter. Wir waren zu Spielbeginn oft noch im Gedanken bei dem guten Spiel vom Mittwoch gegen Blomberg. Unsere einfachen Fehler wurden knallhart durch schnelle Tempogegenstöße bestraft. In der zweiten Halbzeit sind wir dann an unserer Chancenverwertung gescheitert“.

Lena Smolik und Julia Redder nutzen die Chance

Nachdem 16:7 Pausenrückstand aus Sicht der Hallenserinnen wurde es auch in der zweiten Halbzeit nicht besser. Jan-Henning Himborn gewährte nun allen Spielerinnen Einsatzzeiten. Die Chancen nutzten Lena Smolik und auch Julia Redder, welche oft mit Mut in der Offensive noch positive Akzente setzen konnten. Eine Schrecksekunde gab es dann in der 44. Minute, als Nationalspielerin Ina Großmann mit einer Knieverletzung das Spielfeld verlassen musste. Der Thüringer HC ließ sich aber auch davon nicht beeindrucken und spielte befreit weiter, um sich Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben zu holen.

Stimmen zum Spiel

Herbert Müller (Trainer – Thüringer HC)

Wir sind mit aggressiver Deckung in das Spiel reingekommen und meine Mädels wollten unbedingt gewinnen. Durch das sehr gute Spiel von Halle gegen Blomberg waren wir gewarnt. Durch die hervorragende Abwehrarbeit sind wir aber zügig in unser Tempospiel gekommen. Speziell Ina Großmann hat das in der Anfangsphase sehr gut umgesetzt.

Das Spiel im RE-Live von Sportdeutschland.TV

Ausführlicher Spielverlauf und Statistik.

Wildcats starten mit schwerem Derby ins Jahr 2021

Das neue Jahr startet für die Wildcats mit einer schweren Aufgabe. Um 18:00 Uhr muss der SV UNION Halle-Neustadt beim Thüringer HC antreten. Viel Zeit für eine Vorbereitung blieb Jan-Henning Himborn nach dem Punktgewinn gegen Blomberg/Lippe nicht. “Wir haben am Silvestervormittag ein Training gemacht, bevor dann jede Spielerin im kleinen Kreis das neue Jahr begrüßt hat”, so der Trainer vor dem Spiel.

In die Karten spielt dabei, dass sich beide Vereine sehr gut kennen. Zur Vorbereitung auf die Saison gab es zwei Testspiele, welche die Wildcats deutlich verloren hatten. In der Zwischenzeit ist aber einiges passiert und im halleschen Lager will man es den Gastgebern mit Kampf und Leidenschaft schwer machen. Der Punktgewinn gegen Blomberg sollte Mut machen, denn der Thüringer HC hat nur einen Minuspunkt weniger auf dem Punktekonto als die Hallenserinnen. Auf ein Wiedersehen mit Mariana Ferreira Lopez muss das Team der Wildcats verzichten. Die ehemalige Spielerin der Hallenserinnen wechselte überraschend in der EM-Pause vom Thüringer HC nach Leverkusen.

Für Alexandra Mazzucco und Julia Redder ist es eine Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte und somit ein besonderes Spiel. Der Kader der Wildcats wird im mitteldeutschen Derby genau so aussehen wie am Mittwoch beim Bundesligaspiel gegen Blomberg/Lippe. Auch dieses Spiel wieder LIVE bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Link zur Liveübertragung

Wildcats verabschieden sich mit Handballkrimi und Punktgewinn aus 2020

Der SV UNION Halle-Neustadt beendet das Jahr 2020 mit einem Punktgewinn gegen die HSG Blomberg-Lippe. Für den Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt wäre sogar ein größerer Überraschungscoup möglich gewesen. In einem äußerst engen Spiel konnte sich in der ersten Halbzeit keine Mannschaft absetzen und so ging es mit einem 9:9 in die Pause. Den besseren Start erwischten dann die Gastgeberinnen und führten zwischenzeitlich mit 19:16 in der 47. Minute. Der Favorit aus Blomberg kämpft sich anschließend zurück und die Wildcats zeigten an der ein oder anderen Stelle Nerven. Als die Gäste 40 Sekunden vor Schluss durch einen Treffer von Nele Franz mit 22:23 führten, drohte eine Niederlage für die Hallenserinnen. Sophie Lütke zeigte am Ende aber Coolness und verwandelte mit der Schlusssirene einen Siebenmeter zum verdienten 23:23. Die Rückraumspielerin war mit 8 Toren erfolgreichste Torschützin bei den Hallenserinnen. Nele Franz konnte mit 7 Treffern bei Blomberg überzeugen.

Abwehrschlacht in der 1. Halbzeit

Selten das beide Trainer am Ende eines Spieles einer Meinung sind. Jan-Henning Himborn und Steffen Birkner gaben zu, dass es ein gerechtes Unentschieden ist. Das Spiel war dominiert von zwei Abwehrreihen, die kompakt standen und gut eingestellt waren. Die Wildcats welche auf Danique Boonkamp verzichten mussten kämpften sich in die Bundesligapartie rein. Vor allem der Rückraum tat sich in der ersten Halbzeit schwer. Zu unplatziert und nicht vorbereitet kamen die Bälle auf das Tor von Melanie Veith. In der Defensive zeigten die Hallenserinnen eine ihrer besten Saisonleistungen. Aggressiv und mit viel Teamgeist machten sie den Gästen das Leben schwer und zwangen sie zu technischen Fehlern. Sorgenfalten bereitet aber das die Abwehrchefin Pia Dietz bereits nach 13 Minuten mit zwei Zeitstrafen vorbestraft war und hier eine schnelle Rote Karte drohte. Kreativer wurden die Offensivbemühungen, als dann Mitte der ersten Halbzeit Sophie Lütke ins Spiel kam. Die Rückraumspielerin traute sich mehr in Einzelsituation durchzusetzen und verlagerte die Angriffsbemühungen in die breite. Absetzen konnte sich trotzdem keine Mannschaft und so ging es verdient mit 9:9 in die Kabine.

Handballkrimi nimmt glückliches Ende für die Wildcats 

In der zweiten Halbzeit dominierte über weite Strecken der Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt. In der 32. Minute brachte Marija Gudelj die Wildcats mit 12:10 in Führung. Diese konnte durch Cecilie Woller in der 47. Minute auf 19:16 erhöht werden. Steffen Birkner war äußerst unzufrieden an der Außenseite und versuchte sein Team mit zwei Auszeiten wieder auf die richtige Spur zu bekommen. Die Hallenserinnen zeigten jetzt immer mehr Nerven in der Abwehr und waren oft zu spät in ihrem Defensivverhalten. Die Schiedsrichter bestraften das konsequent und so konnte Blomberg mit drei Siebenmeter in Folge das Spiel wieder offen gestalten. Die Schlussphase mussten die Hallenserinnen durch eine Zeitstrafe an Cecilie Woller in Unterzahl bestreiten. Das Team von Steffen Birkner nutzte die Gunst der Stunde und drehte das Spiel für den Favoriten. 40 Sekunden vor Schluss lagen die Hallenserinnen plötzlich mit 22:23 zurück. Mit der Schlusssirene gab es dann aber einen Siebenmeter für die Wildcats, welche die nervenstarke Sophie Lütke zum 23:23 verwandelt. Viel Erholung ist für das Team von Jan-Henning Himborn nicht angesagt. Eine Trainingseinheit am 31.12.2020 und ein COVID-19 Schnelltest am 01.01.2021 stehen auf dem Plan für die kommenden Tage. Bereits am 02. Januar 2021 reist das Team zum Thüringer HC.

 Stimmen zum Spiel

Steffen Birkner (Trainer HSG Blomberg Lippe):

„Wir haben es in keiner Phase des Spiels geschafft Struktur in das Spiel reinzubekommen. Zufrieden bin ich mit der Abwehrleistung heute. Trotzdem bin ich enttäuscht über die Leistung meiner Mannschaft, da wir es nicht geschafft haben in unser gutes Tempospiel reinzukommen.“

Sophie Lütke (Spielerin SV UNION Halle-Neustadt)

„Für uns ist das ein gewonnener Punkt, wir haben im Vorfeld gehofft, dass wir hier einen Punkt mitnehmen, da wir wussten wie schwer es gegen Blomberg werden wird.“

Ausführlicher Liveticker und Statistik zum Spiel

RE-Live von Sportdeutschland.TV

Foto: Michael Vogel