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Heißes Spiel nicht nur auf der Platte sondern auch im Kopf

Heißes Spiel nicht nur auf der Platte sondern auch im Kopf

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Mit positiven Emotionen will man in Greven die zwei Punkte holen. (Foto:Thomas Zober)

Ist das letzte Bundesligaspiel des Jahres auch das wichtigste im Jahr 2012? Angesichts der Tabellensituation erwartet den Wildcats am Samstagabend um 18:00 Uhr in der Rönnehalle in Greven ein heißer Tanz. Der Tabellenzwölfte empfängt den Tabellendreizehnten. Diese Konstellation hat das Potenzial eines Abstiegskrimis. Die Ausgangsposition ist folgende: Greven hat acht Punkte, die Wildcats wie auch die SG 09 Kirchhof sieben Punkte. Die erste Mannschaft auf einem Nichtabstiegsplatz, die TSG Ober-Eschbach, konnte im Laufe der Saison bereits neun Punkte sammeln. Der Gewinner der Partie am Samstag würde somit einen großen Schritt Richtung rettendes Ufer machen. Besonders auf ein Trio sollte Trainer Michal Lukacin seine Abwehr einstellen. Nikki Schreurs, Sarah Everding und Manja Görl sind die Leitfiguren im Spiel der Münsterländerinnen. Alle drei habe jahrelange Erfahrung in der 2. Bundesliga und können unter Umständen schon alleine den Wildcats das Leben schwer machen. 61 Prozent aller Grevener Tore wurden durch dieses Trio erzielt. Der Druck dürfte bei beiden Mannschaften vor dem Spiel hoch sein. Die Gastgeber allerdings haben ein Heimspiel und müssen vor heimischer Kulisse diesen Druck ausstehen. Den letzten Punktgewinn in der Rönnehalle konnten sie am 29. September gegen  die HSG Bensheim/Auerbach feiern. Seitdem ist viel passiert im Münsterland. Finanzielle Schwierigkeiten, Trainerwechsel und der Abgang einiger Spielerinnen machten den guten Start in die Saison zunichte. Nach den turbulenten Monaten versucht Geschäftsführerin Eva Wortmann aktuell, wieder ein wenig Ruhe in den Verein zu bekommen. Mit Bo Andersen konnte man vor wenigen Tagen einen neuen Cheftrainer und sportlichen Leiter verpflichten. Andersen, der aus Åhus stammt, war zuletzt für die Zweitliga-Frauen und Erstliga-A-Mädchen des HC Odense zuständig. “Wir haben ihn wegen seiner großen Erfahrung in der Ausbildung junger Talente geholt”, betont Wortmann. Auch im wirtschaftlichen Bereich scheint der Verein wieder auf einem besseren Weg zu sein als noch vor Monaten. Die Spielbetriebs GmbH konnte einige neue Förderer gewinnen, wie Wortmann verrät. “Alle haben schon unterschrieben, wir wollen sie in den nächsten Tagen gemeinsam präsentieren.” Personell sind die Probleme allerdings noch vorhanden: Mit Ulrike Glathe fällt langfristig eine erfahrene Spielerin aus und auch Anna-Maria Jaszczuk steht nicht mehr im Aufgebot des SC Greven 09. Die Rückraumspielerin wird ab sofort für die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern auflaufen.

Ein ganz wichtiger Faktor wird am Samstag bei beiden Mannschaften die Psyche sein. Sowohl die Wildcats als auch die Gastgeber verschenkten am letzten Spieltag einen sicher geglaubten Sieg nach der Halbzeitpause. Greven führte zum Pausenwechsel mit 18:15 und musste am Ende gegen den personell schwer angeschlagenen BSV Sachsen Zwickau eine 28:34 Niederlage einstecken, während die Hallenserinnen ihre Halbzeitführung gegen Rosengarten verspielten. Bei den Wildcats wurde unter der Woche konzentriert und mit Augenmerk auf das letzte Spiel des Jahres trainiert. Personell muss Michal Lukacin hinter einigen Spielerinnen erneut ein Fragezeichen machen. Monic Burde klagt über eine Verhärtung im Knie. Anne Michel ist an einer Magen-Darm-Erkrankung erkrankt, aber man hofft, dass sie am Samstag für das wichtige Spiel wieder einsatzfähig ist. Definitiv ausfallen wird Linda Jäger, welche nach wie vor an einer Verletzung am Meniskus leidet. Zusätzlich müssen die Wildcats  in den kommenden Wochen ohne dritte Torfrau auskommen. Stephanie Wähner verletzte sich am Mittwoch. Nach einer Untersuchung von Mannschaftsarzt Frank Noack im Universitätsklinikum Halle/Kröllwitz wurde eine Bänderverletzung festgestellt, was zu einer Pause von mindestens fünf Wochen führt.

Redaktion: Marcel Gohlke

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