Presseberichte

Presse: Erste Heimpleite Union Halle-Neustadt unterliegt Bad Wildungen

Die Erstliga-Handballerinnen von Union Halle-Neustadt haben sich mit einer deftigen Niederlage in die fünfwöchige EM-Pause verabschiedet. Der bis dato Achte der Eliteklasse unterlag am Samstag in der  Erdgas-Arena Bad Wildungen mit 19:32 und musste damit über seine erste Heimniederlage in dieser Saison quittieren. Nur bis zum 8:8 in der 24. Minute spielten  die Hallenserinnen auf Augenhöhe. Danach häuften sich die technischen Fehler, die der Gegner gnadenlos mit Kontertoren bestrafte. Den Wildcats wiederum fehlte im Angriff die Präzision.

Union Halle verliert wie schon im Pokal gegen Bad Wildungen

„Keine unserer Spielerinnen hat heute Normalform erreicht“, sagte nach dem Abpfiff der sichtlich enttäuschte Union-Trainer Jan-Henning Himborn, „wir haben diesmal als Mannschaft nicht funktioniert und auch viel zu ängstlich agiert.“   Schon einmal hatte der Aufsteiger in dieser Saison gegen die Vipers gespielt: Auch im Pokal vor zwei Wochen setzte es – in Bad Wildungen ebenfalls eine klare Niederlage (31:37). Treffsicherste Hallenserin war diesmal Jenice Funke, die es auf vier Tore brachte – drei davon vom Siebenmeterpunkt.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung von Petra Szag

“Ich bin angekommen” – Lea Gruber im Interview mit dem MDR

Seit zwei Jahren ist Lea Gruber eine hallesche Wildkatze. In dieser Saison feiert sie ihr Debüt in der 1. Bundesliga. Der Mitteldeutsche Rundfunk war bei der Schwäbin zuhause und blickt mit der Rückraumspielerin zurück auf die ersten Spiele der laufenden Saison.

Zum TV Beitrag vom Mitteldeutschen Rundfunk (27.10.2020)

Foto: Michael Vogel

HBF kompakt: Kantersiege für Leverkusen und Metzingen, Achterbahnfahrt für Blomberg

Den Führungswechsel an der Spitze der Handball Bundesliga Frauen gab es bereits am Mittwoch: Weil sich der Thüringer HC beim VfL Oldenburg schwer tat und nur hauchdünn mit 30:29 (13:14) gewann, eroberte die SG BBM Bietigheim Rang eins nach einem 36:17 (17:8) über den SV Union Halle-Neustadt. Tabellendritter mit weißer Weste blieb Borussia Dortmund, das sich bei Frisch Auf Göppingen souverän mit 28:17 (15:7) durchsetzte. Am Samstag verlor Anfangs-Spitzenreiter Bensheim/Auerbach weiter an Boden, in Buxtehude setzte es ein 29:32. Metzingen kam unterdessen, nach der Niederlage gegen Leverkusen unter der Woche, am Samstag bei den Kurpfalz Bären in Ketsch ins Laufen und verbuchte einen 35:14-Kantersieg, der das Team in Richtung Mittelfeld führt. International jubelte der Thüringer HC.

Während die SG BBM Bietigheim in Ljubljana und Borussia Dortmund gegen Buducnost Podgorica in der Champions League mit jeweils einem 26:28 erneut knapp Punkte verpassten, hat der Thüringer HC in der European Handball League die dritte Runde erreicht. Nach dem 39:24 im Hinspiel gegen den österreichischen Vertreter WAT Atzgersdorf folgte am Sonntag ein 42:21 – nach em schnellen 13:4 waren die Fronten dabei früh geklärt. “Es war ein nettes Spiel mit Höhen und Tiefen. Ich denke, wir haben den Zuschauern in der Halle ein ansehnliches Spiel geboten”, so THC-Coach Helfried Müller.

1. FSV Mainz 05 – Neckarsulmer Sport-Union 21:27 (10:15)

Die Meenzer Dynamites begannen in ihrem Heimspiel gegen die Neckarsulmer Sport-Union recht nervös. Nach gut 20 Minuten legte Coach Florian Bauer beim Stand von 1:5 die erste grüne Karte und machte deutlich, was die Mannschaft besser machen muss. Das zeigte zunächst auch Wirkung, zumindest bis zum 4:7. Danach stand es dann aber schnell 6:11 (20.). Zu viele einfache Fehler, nicht genutzte Überzahlchancen und schnell herausgespielte Tore der Gäste führten zum 10:15 zur Pause. Im zweiten Abschnitt fand Mainz besser in die Partie, beim 19:21 waren die Gastgeberinnen auf zwei Tore heran. Doch Neckarsulm hielt Kurs, Mainz versuchte es mit einer Umstellung auf zwei Kreisläuferinnen und eine etwas offensivere Abwehrvariante – doch die Gastgeberinnen vergaben zu viele Chancen und musste sich nach dem 20:23 mit 21:27 geschlagen geben. “Wir haben heute zu viele Fehler gemacht und die kampfstarken Mainzerinnen so immer wieder ins Spiel kommen lassen. Aber hier in Mainz ist es nie einfach”, befand Sport-Union Trainerin Tanja Logvin. Während Neckarsulm nun bei 7:5 Punkten steht, wartet Mainz weiterhin auf die ersten Pluspunkte der Saison. Das Fazit von 05er-Coach Florian Bauer: “Heute ist es recht einfach zu analysieren: Wir haben viel zu viele Chancen vergeben. Daran müssen wir weiter arbeiten. Ich habe auch gute Abwehraktionen gesehen und unser Angriffsspiel wird immer strukturierter. Also schauen wir nach vorne und versuchen, im nächsten Auswärtsspiel in Halle besser abzuschneiden.”

TSV Bayer 04 Leverkusen – HSG Bad Wildungen Vipers 33:18 (17:12)

Leverkusen ist nach dem Erfolg gegen Metzingen in Fahrt und rückte mit einem Kantersieg gegen die Vipers aus Bad Wildungen in der Tabelle weiter nach vorne. Die Gäste, die vor Kurzem erst Bensheim/Auerbach die erste Saisonniederlage beigebracht hatten, verloren bereits nach gut zehn Minuten den Faden, mit einer Fünfer-Serie zog Leverkusen auf 11:5 davon und nahm ein 17:12 mit in die Kabinen. “Wir wollten in der Woche eine Entwicklung sehen und über die Abwehr gelingt uns das. Die Baustellen werden so langsam abgearbeitet”, freute sich Michael Biegler. Renate Wolf ergänzte: “Wir haben das Spiel von hinten raus aufgezogen und standen von Beginn an sehr gut in der Abwehr. So konnten wir schnell nach vorne umschalten und dann über das Tempospiel viele Tore erzielen.” Leverkusen hielt das Tempo aufrecht, beim 27:15 lagen gut zehn Minuten nach Wiederbeginn bereits zwölf Treffer zwischen den Teams, beim 33:18 waren es nach sechzig Minuten dann fünfzehn. “Nun dürfen wir uns allerdings nicht zu sehr auf unseren Lorbeeren ausruhen, sondern müssen konzentriert an die kommenden Aufgaben gehen”, blickte Wolf voraus auf den Freitag, an dem es im Eurosport-Spiel im Free-TV gegen den Thüringer HC geht.

HL Buchholz 08-Rosengarten – HSG Blomberg-Lippe 26:27 (15:17)

Eine Achterbahnfahrt sahen unterdessen die erlaubten 198 Zuschauer in Buchholz. Die favorisierten Gäste aus Blomberg diktierten zunächst das Geschehen, über 6:2 setzte sich die HSG auf 15:7 ab. Doch die Luchse kämpften sich zurück in die Partie, mit einer Fünfer-Serie verkürzten sie bis zur Pause den Abstand auf zwei Tore.
Blomberg zog nach Wiederbeginn allerdings wieder davon, beim 25:20 lagen wieder fünf Tore zwischen den beiden Teams und die HSG schien auf dem Weg zu zwei sicheren Auswärtspunkten. Doch wieder bäumten sich die Luchse auf, nutzten die Fehler der Gäste und kamen zu Beginn der letzten Minute durch Evelyn Schulz zum Anschlusstreffer. Doch Blomberg brachte das 27:26 über die Zeit, ein letzter direkter Freiwurf der Gastgeberinnen landete in der Mauer. “Ich bin glücklich, dass wir heute die Punkte mitgenommen haben”, atmete Blombergs Coach Steffen Birkner auf und führte aus: “Es war das erwartet schwere Spiel. Erst schien alles nach Plan zu laufen, dann hat sich jedoch gezeigt, dass wir noch nicht stabil genug sind. Wir haben zu viele Fehler gemacht und die Luchse zu einem Comeback eingeladen. Am Ende bin ich jedoch auch stolz auf meine Youngster, die sich von schlechten Aktionen nicht haben entmutigen lassen und bis zum Ende weiter Gas gegeben haben.”

Buxtehuder SV – HSG Bensheim/Auerbach 32:29 (16:14)

Mit vier Siegen standen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach im September etwas überraschend sogar an der Tabellenspitze, doch im Oktober folgte nun bereits der zweite Rückschlag. Nach der Niederlage gegen Bad Wildungen musste sich die Mannschaft von Heike Ahlgrimm auch in Buxtehude geschlagen geben. Der BSV glich durch das 32:29 seine Punktebilanz auf 6:6 aus. Vor 410 Zuschauern erzielte Lynn Schneider den ersten Treffer, doch ein Doppelschlag ließ die Führung dann zu den Flames wechseln. Buxtehude tat sich zunächst schwer, nach dem 3:5 lief der Ball aber besser und mit einer Dreier-Serie konnten die Gastgeberinnen beim 6:5 die Führung zurückholen. Buxtehude blieb in der Folge in Vorlage, beim 12:9 sogar mit drei Toren. Die Gäste stellten nach Treffern ihrer besten Torschützinnen Lisa Friedberger (8/5) und Sarah Johanna Dekker (7) aber umgehend wieder den Anschluss her. Nach einem 16:14 zur Pause blieb es auch im zweiten Abschnitt spannend. Buxtehude konnte sich mehrfach auf drei Treffer absetzen, doch die Flames ließen nicht abreißen. Auch nicht nach dem 29:26 vier Minuten vor dem Ende, lediglich eine Glanztat der starken Katharina Filter im BSV-Tor verhinderte den Ausgleich. Das 31:29 von Lone Fischer, die wie Caroline Müller-Korn sechs Tore erzielte, sorgte dann zu Beginn für die vorentscheidende Weichenstellung auf dem Weg zum 32:29-Erfolg. “Ich bin enttäuscht, weil wir es selber verbockt haben”, erklärte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm angesichts der hohen Fehlerzahl im Spiel ihres Teams. “Die Mannschaft hat alles gegeben, das wollen wir sehen. Wir haben verdient gewonnen und waren in der Summe die drei Tore besser. Jeder Sieg gibt uns Selbstvertrauen. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung”, befand ihr Gegenüber Dirk Leun.

Kurpfalz Bären – TuS Metzingen 14:35 (9:18)

Das zweite Spiel des Samstags bot weniger Spannung: Die TuS Metzingen stand spätestens nach der am Mittwoch gegen Leverkusen erlittenen Niederlage angesichts von 2:6 Punkten unter Druck. Dieser entlud sich vor 150 Zuschauern beim Schlusslicht in der Neurotthalle in Ketsch vor allem in einer engagierten Leistung in der Deckung. Diese führte zu einem schnellen 6:0, aber auch zu einer frühen Roten Karte gegen Tamara Haggerty. “Wir waren von Beginnan sehr konzentriert”, so TuS-Trainerin Edina Rott. Die Kurpfalz Bären konnten erst nach über elf Minuten ihren ersten Treffer erzielen, danach stabilisierten sich die Gastgeberinnen aber zunächst ein wenig. Den Ton gab aber weiter Metzingen an, beim 15:5 gab es bereits im ersten Abschnitt den ersten Zehn-Tore-Abstand, die Kurpfalz Bären konnten durch das 9:18 von Sina Michels diesen zur Pause aber wieder in den einstelligen Bereich verschieben. Doch den Bären fehlte die Durchschlagskraft, am Ende konnte nur Cara Reuthal mehr als zwei Tore erzielen. Neben der starken Deckung der Metzingerinnen war ein weiterer Grund die überragende Madita Kohorst, die auch zu Beginn des zweiten Abschnitts über zehn Minuten ohne Gegentor blieb – die Gäste zogen so auf 26:9 davon. An ihre 16 Paraden knüpfte Nicole Roth in der Schlussviertelstunde mit sechs weiteren an – für Metzingens Torhüterinnen stand beim 35:14-Kantersieg eine Quote von über 60 Prozent abgewehrte Bälle zu Buche. Beste Werferinnen der Gäste waren Marlene Zapf und Bo van Wetering mit je acht Treffern. “Die zwei Punkte waren sehr wichtig heute und haben klargemacht, dass wir es besser können als wir es gegen Leverkusen gezeigt haben. Die Abwehr war sehr konzentriert und wir haben es geschafft 60 Minuten unser Tempospiel durchzuziehen. Der Sieg gibt uns ein gutes Gefühl für die nächste Woche, dennoch müssen wir weiter hart an uns arbeiten”, so Edina Rott.

SG BBM Bietigheim – SV Union Halle-Neustadt 36:17 (17:8)

Keine Zweifel ließ die SG BBM Bietigheim vor heimischer Kulisse aufkommen. Das Team von Markus Gaugisch setzte sich mit 36:17 (17:8) gegen den SV Union Halle-Neustadt durch. Für den mehrfachen Deutschen Meister konnten Antje Lauenroth und Anna Loerper je sieben Tore erzielen, beim Aufsteiger trafen mehrere Spielerinnen dreimal. Gleich von Beginn an legten die Enztälerinnen das Tempo vor, erst nach sechs Minuten musste Emily Stang Sando beim 4:1 hinter sich greifen. Die Gäste hatten nur ein kleines Zwischenhoch, als man mit drei Toren in Serie noch einmal zum 8:6 (19.) verkürzen konnte. Ansonsten diktierte das Team von Markus Gaugisch und führte zur Halbzeit klar mit 17:8. Pausenübergreifend blieben die Wildcats fast eine Viertelstunde ohne eigenen Torerfolg, ehe Marija Gudelj dann mit dem 20:9 (37.) den Bann brechen konnte. Zurück ins Spiel kamen die Gäste aber nicht mehr, über ein 26:10 (44.) und 30:12 (51.) zog man zum komfortablen Heimsieg weg.

VfL Oldenburg – Thüringer HC 29:30 (14:13)

Erst ganz zum Schluss sollte das 30:29 (13:14) des Thüringer HC beim VfL Oldenburg feststehen. Beate Scheffknecht rettete mit ihrem einzigen Tor den Gästen den Sieg, zuvor hatte Marketa Jerabkova mit 11/4 Toren den THC auf Kurs gehalten. Für den VfL erzielten Merle Carstensen (8/6) und Toni-Luisa Reinemann (5/1) am häufigsten.
Die Partie war über weite Strecken ein Duell auf Augenhöhe mit wechselnden Führungen. Das größte Polster in Halbzeit eins warf der Thüringer HC beim 8:10 (22.) von Asli Iskit heraus. Zur Pause hatten sich aber die Gastgeberinnen wieder in die Vorlage gekämpft, Merle Carstensen sicherte den 14:13-Pausenstand. Die Niedersächsinnen kamen mit Treffern von Toni-Luisa Reinemann und Lana Teiken gut aus der Pause, doch dann drehte bei den Gästen immer mehr Marketa Jerabkova auf, die Tschechin erzielte den Anschlusstreffer zum 20:19 (43.) und konnte unter anderem mit einem Doppelschlag zum 26:26 (56.) egalisieren. Oldenburg fehlte nicht viel für einen Punktgewinn, einen verworfener Siebenmeter von Merle Carstensen nutzte der THC, um in die Vorlage zu kommen und letztlich mit dem Schlusspfiff noch den Sieg zu feiern.

Frisch Auf Göppingen – Borussia Dortmund 17:28 (7:15)

Auf Rang drei in Lauerstellung aufgrund eines Nachholspiels gegen Bayer Leverkusen ist Borussia Dortmund, das bei Frisch Auf Göppingen mit einem 28:17 (15:7) nichts anbrennen ließ. Johanna Stockschläder (7) und Merel Freriks (5) waren Toptorjägerinnen beim BVB, für die Gastgeberinnen konnten Roxana Ioneac und Michaela Hrbkova je fünf Tore erzielen. Dortmund legte gleich furios los, führte schnell mit 8:1 (12.) und kontrollierte fortan das Geschehen. Göppingen verzweifelte unter anderem an BVB-Torfrau Isabell Roch und war beim 5:14 (25.) schon auf neun Treffer zurückgefallen. In Halbzeit zwei konnten die Württembergerinnen die Partie zwar etwas ausgeglichener gestalten, in Gefahr geriet der Auswärtserfolg für die Borussinnen allerdings nie. Clara Monti Danielsson schob das Polster beim 10:20 (40.) erstmals in den zweistelligen Bereich, am Ende stand für Göppingen ein klares 17:28 zu Buche.

Quelle: Handball Bundesliga Frauen

Presse: “Wildcats” krallen sich nächsten Punkt

Was für eine Dramatik: Beim Wiedersehen mit Ex-Trainerin Tanja Logvin sah Halle lange Zeit wieder der sichere Verlierer aus. Doch die Wildcats gaben nie auf und holten sich doch noch einen wichtigen Zähler. Die “Wildcats” aus Halle-Neustadt sorgen in der 1. Handball-Bundesliga weiter für Furore. Gegen Neckarsulm rissen ein verloren geglaubtes Spiel noch aus dem Feuer und schafften ein 24:24. Damit bleibt Halle in heimischer Halle weiterhin ungeschlagen und hat bereits fünf Punkte auf der Habenseite.

Berg- und Talfahrt mit Happyend

Das Spiel des Aufsteiger hatte Höhen und Tiefen, zur Pause führte Halle gegen den Favoriten, der von Ex-Trainerin Tanja Logvin trainiert wird, aber mit 13:11. Dann kam Halle gut in die zweite Halbzeit, führte sogar mit 15:11. Doch danach war der Stecker wie gezogen, die Gäste holten auf und lagen mit 23:20 vorn. Doch nach einer Auszeit fingen sich die Wildcats wieder und schafften 30 Sekunden vor Schlusstatsächlich noch den Ausgleich.

Mit dem Punkt konnte auch Außenangreiferin Swantje Heimburg gut leben: “Am Ende ist es ein gewonnener Punkt. Wir freuen uns, sind zurückgekommen. Wir haben gezeigt, dass wir in der Liga richtig sind. Wir werden es aber am Ende der Saison schaffen.”

Quelle: Mitteldeutscher Runfunk inkl. Videobeitrag

Presse: Wildcats verlieren knapp in Göppingen

Die Handballfrauen von Union Halle-Neustadt sind am dritten Spieltag der Bundesliga leer ausgegangen. In einer umkämpften Partie musste sich sich das Team von Trainer Himborn am Samstagabend bei Frisch Auf Göppingen mit 24:26 geschlagen geben.

Die noch sieglosen Gastgeberinnen erwischten den etwas besseren Start, führten kurzzeitig mit zwei Toren (2:0, 3:1). Beim Stand von 5:5 legten die Wildcats einen 3:0-Lauf hin und behielten die Führung aber nur bis zur 29. Minute, da sich FAG wieder herankämpfte (11:11).
Entscheidung im Endspurt Nach der Pause (12:12) entwickelte sich die Partie zu einem offenen Schlagabtausch, wobei sich Göppingen steigerte und etwas absetzen konnte (39./17:15). Im Anschluss kämpften sich die Gäste aber wieder heran (45./18:18). In den letzten drei Minuten bekam die Union-Abwehr jedoch die starke Michaela Hrbkova (8/1 Tore) nicht in den Griff, die in dieser Phase mit drei Treffern in Folge Göppingen auf die Siegerstraße warf.

Für die Hallenserinnen erzielten Marija Gudelj (5) und Danique Boonkamp (4/3) die meisten Tore.

Quelle: Mitteldeutscher Rundfunk

Presse: Glanzvolle Heimpremiere Pure Spannung: Wildcats bezwingen Buxtehude 25:23

Leise Chancen auf einen Erfolg hatten sich die halleschen Wildkatzen ja ausgerechnet. Das 16:26 in Leverkusen zum Start mit der dürftigen zweiten Hälfte, als das Team nur fünf Törchen zustande gebracht hatte, war ausgewertet. Mund abputzen, Fehler minimieren, dann sollte gegen Buxtehude Zählbares in der Erdgas Sportarena bleiben.

Union Halle-Neustadt anfangs mit vielen Fehlversuchen

Doch die Gäste führten nach zwei Minuten 2:0, da hatte Union noch nicht einmal aufs Tor geworfen. Dann parierte Anica Gudelj zweimal großartig, doch weil sich vorn Fehlversuch an Fehlversuch reihte und die Zuspiele missrieten, stand es vier Minuten später 0:4. Geburtstagskind Danique Boonkamp erzielte per Siebenmeter dann endlich (8.) den ersten Union-Treffer zum 1:4. Beim 3:8 (14.) nahm Coach Jan-Henning Himborn eine erste Auszeit. Es brauchte Lösungen, das Buxtehuder Abwehrbollwerk zu knacken.

Und nach dem 6:9 (18.) durch Pia Dietz vom eigenen Kreis keimte Hoffnung. Marija Gudelj machte in Unterzahl das 7:9 (19.). Und die Torhüterinnen – Lara Lepschi parierte einen Siebenmeter – hielten Union mit Glanztaten auf Schlagdistanz. Doch vorn hakte es weiter, wurden gute Torgelegenheiten ausgelassen. Weil aber auch die Gäste keineswegs glänzten, blieb es eng (9:11/26.). Beim 10:11 (27.) nahm Buxtehudes Trainer eine Auszeit. Mit 12:13 ging es in die Pause – alles drin. Und mit ein paar Zwei-Minuten-Strafen weniger (Stand hier 6:2) hätten die Wildcats das Spiel drehen können. Aber die Möglichkeit, dies zu schaffen, bestand ja durchaus.

Torhüterin Anica Gudelj begeistert mit Weltklasse-Paraden

Und Durchgang zwei begann verheißungsvoll. Nachdem Boonkamp nervenstark auch ihren vierten Siebenmeter verwandelt hatte, hieß es 13:13 (32.). Die erste Führung in diesem Spiel, das 14:13 (34.), bescherte den Wildcats Lea Gruber mit einem Kontertor. Jenice Funke stellte auf 15:13. In dieser Phase begeisterte zudem Anica Gudelj mit Weltklasse-Paraden. Doch weil es vorn wieder an Treffsicherheit mangelte, kam Buxtehude zum Ausgleich (15:15/39.). Zu allem Übel sah Cecilie Woller mit der dritten Zeitstrafe Rot. Die Folge: das 15:16. Boonkamp glich aus dem Rückraum aus (42.).

Das Spiel atmete pure Spannung. 17:16 durch Funke per Siebenmeter. Die 200 Zuschauer waren begeistert und feierten auch das 18:16 (45.) von Leonie Nowak. Beim 19:19 (50.) verlangte es Himborn nach einer Auszeit. Es folgten das 20:19 und das 21:19 durch Julia Redder (52.) sowie das 22:19 durch Boonkamp. Doch natürlich gaben die Gäste nicht auf. Beim 22:22 (56.) war die Partie wieder offen. Das 23:22 erzielte Helena Mikkelsen. Wieder Ausgleich (58.). Mikkelsen 24:23 (59.) taute nun auf. Und Gudelj hielt mit drei sensationellen Paraden die Führung fest. Als dann Nowak 21 Sekunden vor Schluss das 25:23 machte, war der dann umjubelte Sieg perfekt. (mz)

Quelle:Mitteldeutsche Zeitung

Presse: Halle Wildcats verliert Erstliga-Comeback in Leverkusen

30 Minuten lang durften die Halle Wildcats von einer Überraschung bei Handball-Rekordmeister Bayer Leverkusen träumen. Doch im zweiten Abschnitt musste der Außenseiter dann doch ordentlich Lehrgeld zahlen.

Der SV Union Halle-Neustadt hat bei seinem Comeback in der Handball-Bundesliga mit 16:26 bei Bayer Leverkusen verloren. Eine Halbzeit hielt der Außenseiter, der wegen Corona und einer Liga-Aufstockung am grünen Tisch in die Bundesliga aufgestiegen war, sehr gut mit. Dann gingen den Wildcats die Luft aus.

Nach der Pause lief nicht mehr viel zusammen
Vor der Pause führten die Gäste überraschend fast durchgehend, auch einmal mit 9:6. Erst in der letzten Minute des ersten Durchgangs ging Leverkusen nach etlichen Minuten wieder in Führung – und hielt das 12:11 dank der Parade einer Torhüterin. In der zweiten Hälfte sahen die Saalestädterinnen dann kein Land mehr. Schnell hieß es nach einer 0:5-Serie 11:15 – nun nahm das Unheil seinen Lauf. Die Hallenserinnen rannten sich immer wieder in der aggressiven Bayer-Deckung fest und leisteten sich viele technische Fehler. Insgesamt gelangen dem Team von Jan-Henning Himborn, der erst am Mittwoch den Job des beurlaubten Christin Denk übernommen hatte, nur fünf Tore nach dem Wechsel. Während Bayer 61,9 seiner Würfe traf, war es bei Halle nur 44,8 Prozent.

Quelle: Mitteldeutscher Rundfunk

Presse: Wildcats spielen wohl vor 200 Fans Handball-Erstligisten stimmen für Hygienekonzept

Am Freitagmittag hatten es die Wildcats Schwarz auf Weiß: Das von der Deutschen Handballliga der Frauen (HBF) erarbeitete und allen Erstligisten vorgelegte Hygienekonzept ist akzeptiert worden. Mehr als die Hälfte der 16 Vereine haben dem Maßnahmekatalog abgenickt. Damit startet die Saison planmäßig am 5. und 6. September. Aufsteiger Halle enthielt sich der Stimme. „Es gibt Gründe, die dafür sprechen aber auch andere, die uns das Arbeiten erschweren“, erklärt Marcel Gohlke von Unions Vereinsführung den Zwiespalt. Der Wunsch, zu spielen sei natürlich groß und für Union ein Argument, dafür zu votieren. Doch die Vorbehalte seien „nicht minder stark“. Die nun vor jedem Spieltag fälligen Coronatests werden für den Neuling ein Kraftakt. Selbst bei einer Pooltestung. Bei der kommen die Proben aller Spielerinnen und Betreuer in einen Topf und werden zusammen untersucht. Im Falle eines positiven Befundes muss einzeln nachgetestet werden.

Handball in Halle: Heimstart am 12. September 2020

250 Euro kostet das – macht bei 30 Spielen 7.500 Euro zusätzlich. Abgegeben werden muss die Probe Mitte der Woche. Das Problem: „Wir haben Spielerinnen, die arbeiten gehen und nur abends können“, sagt Gohlke. Alle unter einen Hut zu kriegen, wird schwer. In Halle ist man froh, in Leverkusen in die Saison zu starten, um beim Gastgeber noch mal genau hinschauen zu können. Wenn es am 12. September in der Erdgasarena gegen Buxtehude geht, soll dann Unions zweites Hygiene-Konzept greifen. Dieses werden die Vereinsverantwortlichen nun für Halles Gesundheitsbehörde erstellen und dabei ihre Erfahrungen vom Saale-Cup einfließen lassen. Bei dem haben sich die stündliche Reinigung der Sanitäranlagen, Desinfektion der Mannschaftsbänke beim Seitenwechsel und zusätzliche Ein- und Ausgänge für die Zuschauer bewährt.

Ortsbegehung mit Lions

Apropos Zuschauer: Die Hoffnung, vor Fans zu spielen, lebt trotz der Abfuhr durch die Bundespolitik. Am Donnerstag haben sich die Handballer mit der Geschäftsführerin der halleschen Erstliga-Basketballerinnen Gisa Lions, Lysann Kairies, in der Erdgasarena getroffen, um gemeinsam zu ermitteln, wie viele Fans bei einem Abstand von 1,5 Meter in die Halle können. Es wären 200. „Für uns ist das ein Minusgeschäft“, sagt Gohlke. Um kostendeckend zu arbeiten, braucht Union 350 Fans. „Bei uns ist das ähnlich“, sagt Lysann Kairies. Auch sie hat ihr Liga-Konzept auf den Weg gebracht. Und wartet nun auf das Betreiberkonzept der GWG, um die Vorgaben der Hausherren der Erdgasarena mit einarbeiten zu können. Dann geht ihr Hygiene-Konzept an die Stadt. „Wir stehen im engen Austausch mit den Wildcats“, sagt Lysann Kairies. Die Lions-Saison beginnt Ende Oktober. Am 3. Oktober ist ein Testlauf für die Basketballer geplant.

Während die Lions gegen Hannover den Ernstfall proben, spielen die Männer des MBC gegen Crailsheim. (mz)

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 29.08.2020

Foto: Detlev Keller