Presseberichte

Presse: Halle-Neustadt hofft auf Bundesliga-Aufstieg am Grünen Tisch

Handball-Zweitligist Halle-Neustadt ist derzeit einer der sportlichen Verlierer der Corona-Krise. Mitten in der heißen Aufstiegsphase wurde die Saison abgebrochen. Die Hoffnung auf den Wiederaufstieg lebt trotzdem. Als Tabellenzweiter hatte der SV Union Halle-Neustadt den Wiederaufstieg in die 1. Handball-Bundesliga fest im Visier. Dann kam Corona und die relativ schnelle Entscheidung, die Saison in der ersten und zweiten Frauen-Bundesliga abzubrechen. Entschieden wurde dies vom Vorstand der Handball Bundesliga Vereinigung-Frauen (HBF). Für den SV Halle-Neustadt war die Nachricht ein Schlag ins Gesicht.

Aufstiegsregelung noch offen

“Das ist sehr bitter. Wir haben viel investiert und wollten unbedingt aufsteigen”, sagte Julia Redder, die seit einem Jahr in Halle spielt, im SpiO-Talk. Noch aber lebt das Fünkchen Hoffnung. Die HBF hat bisher nur festgelegt, dass es keine Absteiger geben wird, die Aufstiegsregelung ist noch offen. “Es gibt zwei Szenarien: Entweder man stellt alles auf Null oder man stockt die Mannschaften in der Liga auf”, weiß der Sportliche Leiter, Jan-Henning Himborn. Mit einer Entscheidung rechnet er im April. Als Tabellenzweiter stand Halle beim Saisonabbruch auf einem Relegationsplatz.

Kader steht zu 95 Prozent

Unabhängig von der Spielklasse steht Halle-Neustadts Kader für die neue Saison zu “95 Prozent”. “Wir sind da schon relativ weit, was die Vertragsverhandlungen angeht. Ich bin froh, dass wir den Kader so weit zusammenhalten konnten”, so Himborn. Neu sein wird der Trainer. Der 36-jährige Christian Denk löst Tanja Logvin ab, die zu Bundesligist Neckarsulmer Sportunion wechselt.

Kurzarbeit beantragt

Die aktuelle Lage durch die Corona-Krise belaste natürlich auch die “Wildcats”. “Es ist schwierig. Wir haben jetzt erst einmal Kurzarbeitergeld beantragt. Auch für die Mädels ist es nicht leicht. Sie wissen nicht, wann es weitergehen kann”, beschreibt Himborn die aktuelle Situation.

Interview mit Jan-Henning Himborn und Julia Redder

Quelle: Mitteldeutscher Rundfunk

Presse: Verein verlängert Vertrag: Laura Winkler bleibt weiter bei Union

Inmitten der allgemeinen Ungewissheit wegen der Corona-Krise hat der SV Union Halle-Neustadt für eine weitere Spielerin Klarheit geschaffen: Rückraumspielerin Laura Winkler bleibt für ein weiteres Jahr beim Handball-Zweitligisten. Das gab der Verein am Dienstag bekannt. Für Winkler, die seit 2015 für Union spielt, hätte die vorzeitig abgebrochen Saison kaum schlechter laufen können. Zunächst kugelte sich die 23-Jährige in der Saisonvorbereitung den Ringfinger der linken Hand so böse aus, dass Bänder und Gewebe operativ wieder hergerichtet werden mussten. Erst Ende November 2019 absolvierte sie ihr erstes Spiel.

Laura Winkler bei den Wildcats mit Verletzungspech

Nach zehn Partien mit 13 Toren riss sich die Rückraumspielerin Mitte Februar in Herrenberg zwei Bänder im Knie und musste erneut unter das Messer. „Nach der schwierigen Saison wollten wir Laura Vertrauen entgegenbringen“, sagt Jan-Henning Himborn, Sportlicher Leiter von Union. „In der neuen Saison kann sie dann hoffentlich verletzungsfrei wieder durchstarten.“ Damit sind mit Torfrau Isabel Gois und Rückraum-Talent Lena Smolik nun nur noch zwei Spielerinnen aus dem aktuellen Kader ohne Vertrag für die neue Saison. Helena Mikkelsen (Rückraum, Oldenburg) und Alexandra Mazzuco (Rechtsaußen, Thüringer HC) stehen als Zugänge fest.

Offen ist aber weiterhin, in welcher Liga Union in der kommenden Saison spielt. Zum Zeitpunkt des vorzeitigen Abbruchs der jetzigen Spielzeit stand das Team auf dem zweiten Platz der zweiten Liga. Der Wille zum Aufstieg ist da. Noch aber berät die Ligaführung darüber, wie mit dem Aufstieg verfahren wird. Klar ist bisher nur: Sportliche Absteiger aus den ersten beiden Ligen wird es nicht geben. „Ich hoffe aber, dass wir spätestens nach Ostern eine Entscheidung haben“, sagt Himborn. Denn: „Im Fall eines Aufstiegs müssten wir nochmal auf dem Transfermarkt aktiv werden.“

SV Union Halle-Neustadt beantragt Drittliga-Lizenz für zweite Mannschaft

Während Union noch auf den Aufstieg der ersten Mannschaft hofft, hat der Verein den Wunsch bekundet, dass die zweite Mannschaft in der dritten Liga bleiben kann. Das Team steht dort auf einem Abstiegsplatz, die Regelung ist noch offen. „Wir haben aber die Lizenz für die dritte Liga beantragt“, so Himborn.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 25.03.2020 (Fabian Wölfling)

TV-Beitrag vom 15.03.2020: Wildcats bangen um Saisonziel

Die Wildcats aus Halle waren auf dem besten Wege, den direkten Wiederaufstieg in die 1. Handball-Bundesliga zu schaffen. Jetzt macht ihnen wohl das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung.

Link zum TV-Beitrag von MDR Sachsen-Anhalt heute (15.03.2020)

Presse: 30:31 nach toller Aufholjagd bei Aufstiegsaspirant Halle-Neustadt

Nach hartem Kampf und unvollendeter Aufholjagd musste sich der abstiegsbedrohte Handball-Zweitligist SG 09 Kirchhof beim Tabellenzweiten SV Union Halle-Neustadt mit 30:31 (15:18) geschlagen geben. Die Bilder nach dem Schlusspfiff in der Sportarena Halle sprachen für sich. In der einen Hälfte eine schwarz-rote Traube tanzender Spielerinnen des SV Union Halle-Neustadt, in der anderen erschöpfte, frustrierte Kirchhoferinnen, die den Kopf hängen ließen und untröstlich waren. Da hatten sie dem Aufstiegskandidaten der 2. Handball-Bundesliga einen Kampf auf Biegen und Brechen geboten, waren nach einem Sieben-Tore-Rückstand und einer umstrittenen Disqualifikation für Sina Ritter (40:42) eindrucksvoll zurück gekommen – und mussten sich mit 30:31 (15:18) geschlagen geben.

Als Alena Breiding und Mariel Beugels auf ein Tor verkürzt hatten, waren noch 90 Sekunden zu spielen. Der Favorit wankte, aber er fiel nicht. Spielte die Uhr runter und hatte Glück, dass der Ball nach Siggaards Parade gegen einen Wurf von Danique Boonkamp in seinen Reihen blieb. Eine Zitterpartie mit Happy-End für den Tabellenzweiten, der sich über die Ziellinie rettete. Dabei hatten die Schiedsrichter zuvor die Gäste bei ihrer sich abzeichnenden Aufholjagd scheinbar vorentscheidend ausgebremst. Nach Beugels Tor zum 24:22 (40.) waren die Kirchhoferinnen „dran“. Dann kassierte Greta Kavaliauskaite eine Zeitstrafe (39:29) – und Sina Ritter sah nach einem Zweikampf mit Lea Gruber „Rot“ (40:42). „Viel zu hart“ fand SG-Trainer Weiss diese Entscheidung. Nadine Smit und Swantje Heimburg nutzten die Überzahl, um wieder auf 26:22 (43.) zu erhöhen.

Ritter disqualifiziert

Doch dann hatten sich die Nordhessen geschüttelt, ihre Linie wieder gefunden, obwohl die bis dahin starke Linksaußen natürlich im Angriff schwer vermisst wurde. Dafür rührte die eigene Deckung Beton an und Frederikke Siggaard verhinderte mit ihren Reaktionen mehrfach die Vorentscheidung. „Ich kann den Mädchen überhaupt keinen Vorwurf machen, sie haben vorbildlich gekämpft“, lobte Gernot Weiss seine Schützlinge. Und widerstand der Versuchung einer Schiedsrichterschelte. Machte stattdessen die holprige Anfangsphase der Mannschaft für die unglückliche Niederlage verantwortlich. „Da haben wir nicht an unsere Chance geglaubt und nicht konsequent genug gegen gehalten“, kritisierte der Denk-Nachfolger.

Bis zum 6:5 hatte der Außenseiter die favorisierten Gastgeberinnen, die überraschend auf die zuletzt verletzten Anica Gudelj (im Tor) und Lea Gruber zurückgreifen konnten, ganz gut im Griff gehabt. Ließ sich dann aber auskontern, weil die Union-Deckung mit der vorgezogenen Lena Smolik geschickt die Räume (besonders für Torjägerin Diana Sabljak) eng machte und die Ex-Kirchhoferin Heimburg in der ersten und zweiten Welle nie zu halten war. Beim 14:7 (20.) drohten die Schützlinge von Tanja Logvin vollends zu enteilen, ehe ihr Kollege mit Siggaards Einwechslung (für Nela Zuzic) einen Volltreffer landete.

Noch vor der Pause verkürzten die abstiegsbedrohten Gäste per 3:0-Lauf auf 18:15 und hatten endgültig Lunte gerochen. Kassierten für ihre starke Leistung nach dem Wechsel viel Lob, aber keine Punkte. Zumindest eine war greifbar nahe gewesen.

Quelle: HNA vom 01.03.2020

Presse: Nach Niederlage gegen HC Rödertal Wildcats versuchen, Zeit zu gewinnen

Angefressen war sie, das gab Nadine Smit am Tag nach dem 24:25 in Rödertal zu, noch ziemlich lange. Nicht, weil die Personalmisere sich bei Union weiter zugespitzt hat. Oder weil Gegner Rödertal eine Spielverlegung partout nicht wollte. „Ich war vor allem deshalb sauer, weil wir uns nicht belohnen konnten für unsere starke Leistung“, erklärte die vierfache Torschützin. Schließlich hätten alle „einen megaguten Job“ gemacht.

Handball: Wildcats mit dezimierter Mannschaft gegen HC Rödertal

Alle – das war das letzte Häuflein unverletzter oder nicht erkrankter Spielerinnen vom Handball-Zweitligisten Union. Weil neben den mittlerweile vier Langzeitverletzten auch noch Julia Redder schwer erkältet passen musste und Lea Gruber vom Arzt wegen ihrer Augenverletzung noch kein grünes Licht bekam, waren die lichten Reihen mit weiteren Juniorspielerinnen aufgefüllt worden. Neben den drei, die nun ohnehin komplett mit der Ersten trainieren, rückten auch Lucy Strauchmann und Justine Schmitz auf. Und obwohl man so noch nie zusammen gespielt hat, also Spielzüge vorab nicht zusammen einstudieren konnte, zeigten sich die Wildcats konkurrenzfähig. „Natürlich darf man nicht erwarten, dass auf Anhieb alles klappt und auch jeder Wurf reingeht“, meinte Nadine Smit. Zumindest aber hielt Halle ordentlich gegen (6:6/14. Minute; 11:11/24.), führte zwischenzeitlich sogar (16:14/34.). Und doch war der Kräfteverschleiß sehr groß.

Nadine Smit blickt nach vorn

Als dann auch noch in „ganz prägnanten Situationen die Schiedsrichter gegen uns entschieden haben, hat es das auch nicht gerade leichter gemacht“, sagte Nadine Smit. Trotzdem: So nah dran an den vorab kaum für möglich gehaltenen Punkten zu sein und dann doch leer auszugehen, das tut weh. Zur Resignation führt das aber nicht. Im Gegenteil. „Wir schauen einfach von Spiel zu Spiel“, sagte Halles Nummer zehn, „und sind wir am Saisonende vorn dabei, dann werden wir aufsteigen.“ Noch scheint alles möglich.

SV Union Halle-Neustadt gegen Solingen wieder komplett?

„Ich habe bei Union noch nie eine Mannschaft wie diese erlebt. Die Mädels wollen diesen Aufstieg so sehr“, sagte Marcel Gohlke aus dem Vorstand des Tabellenzweiten. Nun versuche man, Zeit zu gewinnen, bemühe sich um die Verlegung des Heimspiels am Samstag gegen Kirchhof. Spätestens am 7. März gegen Solingen sollten zwei, drei der derzeit noch angeschlagenen Spielerinnen wieder fit sein. (mz)

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

Presse: Nichts zu holen für TG Nürtingen beim Tabellenführer Halle-Neustadt

Die Wildcats legten los wie die Feuerwehr und zeigten von Beginn an, dass sie der Ausfälle ihrer Topspielerinnen trotzen wollen. Mit unheimlichem Tempo zogen die Logvin-Schützlinge nach noch nicht einmal acht gespielten Minuten vorentscheidend auf 8:1 davon. Von diesem Rückstand konnte sich die TGN nicht mehr erholen, näher als vier Tore ließen die Hallenserinnen die Nürtingerinnen nicht mehr rankommen, und verteidigten mit dem Sieg ihre Tabellenführung. “Halle-Neustadt war uns heute in allen Belangen überlegen, vor allem in der Anfangsphase in Sachen Dynamik und geistige Frische klar besser”, so TGN-Trainer Stefan Eidt zum Geschehen zu Spielbeginn. Bis zu jenem 8:1 hatten seine Schützlinge bereits einige Fehlversuche, darunter zweimal ans Gebälk, sowie einen vergebenen Strafwurf und ein Timeout verbraucht. Der Tabellenführer hingegen bestach durch enorme Effizienz und holte sich sofort das gewünschte Selbstvertrauen für die Partie. Nahezu jeder Wurf ein Treffer, Tore aus erster und zweiter Welle und auch die Abpraller landeten in den eigenen Reihen.

Eidt: “Konnten über die gesamte Spielzeit nicht dagegenhalten”

Nach acht Minuten wurde das Spiel zusehends ausgeglichener, wobei sich nun beide Kontrahenten eine Serie nicht genutzter Angriffe leisteten. Der nächste Treffer war Nina Fischer vorbehalten, die in der zweiten Welle erfolgreich war und ihre Gegenspieler zudem eine Zeitstrafe einbrachte. In der folgenden Überzahl war dann auch noch Lea Schuhknecht erfolgreich, was Halle-Trainerin Logvin zur Auszeit veranlasste. Julia Redder per Rückraum-Schlagwurf beendete dann die gut vierminütige Torflaute der Gastgeberinnen und das Spiel wogte nun hin und her.

Weiterhin hohes Tempo, aber auch hohe Fehlerquoten – vor allem beim Versuch der TGN-Spielerinnen, Kreisläuferin Delia Cleve ins Spiel zu bringen – kennzeichneten den weiteren Verlauf der ersten Halbzeit. Kurz vor der Halbzeitsirene kam noch mal etwas Hoffnung auf im Nürtinger Lager, als Chrissi Hesel fünf Minuten ihren Kasten sauber halten konnte und auf der Gegenseite zweimal Lea Schuhknecht und einmal Miriam Welser auf 14:10 verkürzen konnten. Der Treffer zum 16:11-Halbzeitstand bedeutete zwar eine standesgemäße Führung für die Wildcats, es hätte für die TGN nach dem verpatzten Auftakt aber auch weit schlimmer kommen können.

Der zweite Spielabschnitt brachte während der gesamten 30 Minuten keine signifikanten Veränderungen mehr für das Ergebnis. “Halle-Neustadt hat trotz vieler Wechsel, bei denen auch die zweite Garde zum Einsatz kam, hohe Qualität, gegen die wir über die gesamte Spielzeit nicht dagegenhalten konnten. Wir haben einfach unsere normale Leistung nicht abrufen können”, bekannte Stefan Eidt nach der Partie. “Manchmal waren wir zu kopflos, dann haben wir uns wieder am Riemen gerissen”.

So schwankte der Rückstand immer zwischen sechs und acht Toren. Lea Schuhknecht, mit zehn Treffern – davon fünf Siebenmetern – am Ende erfolgreichste Werferin, übernahm immer wieder Verantwortung. Aber auch über Rechtsaußen durch Nina Fischer und Lisa Wieder wurden einige schöne Treffer erzielt. Trotz des dauerhaften Rückstands zeigte die TG Nürtingen Moral und kämpfte bis zum Schluss. Jedoch war dies unterm Strich zu wenig, um der Partie noch einmal eine entscheidende Wendung zu geben. “Wir haben jetzt zwar mit acht verloren, das hätte aber auch schlimmer kommen können”, so das Resümee von Stefan Eidt zum Ergebnis.

Quelle: Handball Bundesliga Frauen

Bilder: Michael Vogel

Presse: Minikader wegen Verletzungen: Wildcats müssen sich durchbeißen

Als alle anderen schon längst in der Kabine verschwunden waren, da trotteten Lea Gruber und Danique Boonkamp noch durch die Erdgasarena. Den linken Fuß jeweils befreit vom Turnschuh, dafür straff bandagiert. Die medizinische Abteilung des Vereins hatte den beiden Union-Handballerinnen Bewegung verordnet. Auch wenn diese zuvor fast 60 Minuten ohne Pause mit ihren Teamkolleginnen übers […]

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HBF kompakt, 2. Liga: Duo weiter mit weißer Weste, wichtige Zähler für Rödertal und Freiburg

Das Oberhaus hat aufgrund der Teilnahme der Frauenhandball-Nationalmannschaft am TAG DES HANDBALLS in Hannover am Wochenende pausiert, die 2. Handball Bundesliga war hingegen im Einsatz und hat den siebten Spieltag absolviert. Sowohl der Erstliga-Absteiger SV Union Halle-Neustadt wie auch Vorjahresmeister HL Buchholz 08-Rosengarten konnte seine weiße Weste wahren. Der TSV Nord Harrislee gewann das Verfolgerduell beim BSV Sachsen Zwickau und im unteren Tableau konnten der HC Rödertal und die HSG Freiburg wichtige Zähler sammeln.

Die Rollen waren klar verteilt, Spitzenreiter SV Union Halle-Neustadt setzte sich letztlich auch mit 33:27 (17:10) gegen das punktlose Schlusslicht HSV Solingen-Gräfrath durch. “Wir haben vor allem eine starke zweite Hälfte gespielt, diesen Durchgang sogar mit 17:16 für uns entscheiden können”, bilanzierte HSV-Cheftrainerin Kerstin Reckenthälerin nicht unzufrieden und betonte: “Ich bin mir sicher, dass wir mit dieser Leistung bis Weihnachten Punkte einfahren werden.”

Aufgrund eines Nachholspiels mit zwei Punkten, aber ebenfalls noch ohne Minuspunkten, folgt die HL Buchholz 08-Rosengarten auf Rang zwei. Die Handball-Luchse konnten beim TVB Wuppertal mit 33:17 (18:10) gewinnen. “Besonders in der ersten Halbzeit haben wir geglänzt und über eine großartige Abwehrleistung zu unserem Spiel gefunden. Meine Vorgaben haben die Mädels wunderbar umgesetzt, so dass wir unsere Stärken etablieren konnten. In der zweiten Halbzeit konnten wir viel probieren, aber man hat auch gemerkt, dass die Konzentration nicht mehr so hoch war und wir viele Möglichkeiten ausgelassen haben, das sollten wir uns im nächsten Heimspiel gegen den BSV Zwickau nicht erlauben”, so Luchse-Trainer Dubravko Prelcec.

Auf Rang 3 folgen die Füchse Berlin, die sich gegen den HC Leipzig mit 34:28 (13:14) durchsetzten. “Wir haben uns in der ersten Halbzeit das Leben selbst schwer gemacht, weil wir unkonzentriert gespielt haben und die Vorgaben von Trainerin Susann Müller nur phasenweise erfüllt haben. Nach der Halbzeitpause wurden die besprochenen Themen aber konsequent umgesetzt und auch der Kampfgeist stimmte. Ich freue mich über den Ausgang des Spieles, der zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind”, so Spreefüxxe-Managerin Britta Lorenz.

Auf den Plätzen 4 und 5 mit jeweils 10:4 Punkten folgen nun der BSV Sachsen Zwickau und der TSV Nord Harrislee. Im direkten Duell konnten sich die Nordfrauen in Sachsen mit 35:33 (17:14) durchsetzen. “Wir haben uns heute selbst ein Bein gestellt. Mit so vielen, nicht nur handballerischen Fehlern, kann man kein Spiel gewinnen”, befand Zwickaus Trainer Norman Rentsch und Harrislee-Cheftrainer Peer Linde betonte: “Ich bin stolz auf das was meine jungen Mannschaft hier heute geleistet hat.”

Jeweils einen Punkt dahinter sind der VfL Waiblingen und die SG H2Ku Herrenberg, die ihre Aufgaben am Wochenende meisterten. Waiblingen gewann das Derby gegen die TG Nürtingen mit 33:26 (16:13). “Auch wenn wir noch einige Ups and Downs im Spiel hatten. Aber die Angriffsleistung war wieder viel besser als noch vor zwei Wochen in Freiburg”, freute sich Tigers-Coach Nico Andersson, während es für TGN-Trainer Stefan Eidt “ein kleiner Schritt zurück” war. Die SG H2Ku Herrenberg konnte sich hingegen erst in der Schlussphase beim SV Werder Bremen mit 31:29 (14:16) durchsetzen. “Ich habe heute eine Mannschaft gesehen, die den Sieg unbedingt wollte und über 60 Minuten lang gekämpft hat, dass wir das Spiel verlieren ist natürlich bitter”, so Werder-Trainer Dominic Buttig nach dem Schlusspfiff. Gästetrainer Mike Leibssle war am Ende froh über den Sieg seiner Mannschaft: “Fünf Minuten vor dem Ende konnte noch keiner sagen, wer hier am Ende gewinnt. Wir sind mit den zwei Punkten am Ende natürlich zufrieden.”

Dahinter klafft eine kleine Lücke, gleich vier Teams haben bislang sechs Pluspunkte gesammelt. Mit ausgeglichenem Punktekonto belegt der HC Rödertal nach dem 30:26 (13:12) über die SG 09 Kirchhof derzeit den achten Rang. “Das war nicht mehr als ein Arbeitssieg. 26 Gegentore sind einfach zu viel. Im Angriff haben wir heute schon mal phasenweise mit Geduld gespielt. Trotzdem wartet noch eine Menge Arbeit auf uns. Wir machen einfach noch zu viele Fehler”, so HCR-Coach Frank Mühlner.

Je 6:8 Zähler haben neben dem TVB Wuppertal auch der TuS Lintfort und die HSG Freiburg. Der Aufsteiger gewann das direkte Duell am Ende mit 28:27 (12:11). “Wir haben heute einfach keinen Zugriff auf das Spiel bekommen und eine nicht erwartete Niederlage eingesteckt”, ordnete TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein die Partie im Breisgau ein. “Damit haben wir unseren guten Saisonstart verspielt und müssen endlich die Kurve kriegen, um wieder zu punkten.” Hinter dem Trio folgt der HC Leipzig, der allerdings noch Ende des Monats ein Nachholspiel beim HC Rödertal zu absolvieren hat. Dahinter liegen Nürtingen, Kirchhof und Bremen mit je 2:12 Punkten vor Schlusslicht Solingen-Gräfrath.

Quelle: Handball Bundesliga Frauen

Presse: Dank starker zweiter Hälfte: Solingen-Gräfrath ärgert den Favoriten

Eine Niederlage, die Mut macht? “Auf jeden Fall”, resümierte Gräfraths Coach Kerstin Reckenthäler unmittelbar nach dem überzeugenden Auftritt ihrer Schützlinge beim 27:33 gegen Tabellenführer SV Union Halle-Neustadt am Samstagabend. “Wir haben vor allem eine starke zweite Hälfte gespielt, diesen Durchgang sogar mit 17:16 für uns entscheiden können.” Für den Gastgeber aus Sachsen-Anhalt war Spielmacherin Sophie Lütke mit 13 Treffer Dreh- und Angelpunkt im Angriffsspiel, während Mandy Reinarz auf Solinger Seiten mit 11/5 Toren erneut zur Topscorerin avancierte. Am 8. Spieltag (9. November) empfängt der Liga-Neuling dann den HC Rödertal in der heimischen Klingenhalle.

Bis zum 10:9 (20.) durch Linksaußen Franziska Penz sahen die rund 460 Zuschauer in der ERDGAS-Sportarena eine ausgeglichene Partie, dann allerdings mussten die Gäste aus dem Bergischen Land ? ohne die erkrankte Anna Bergschneider – einen Bruch im Spiel verkraften: Bis zur Pause lief die frisch eingewechselte Julia Redder für die Wildcats zur Bestform auf, erzielte vier ihrer fünf Treffer sehenswert aus der zweiten Reihe. Halle-Neustadt startete den Turbo, Solingen hingegen blieb beinahe zehn Minuten ohne Torerfolg. Mit 17:10 ging es für beide Teams schließlich in die Kabinen, nachdem sich Vanessa Brandt bei ihrem Comeback nach Knieverletzung zuvor in der 30. Spielminute mit einem Rückraumtor belohnen konnte. Das Blatt sollte sich in den zweiten 30 Minuten jedoch wenden: Immer wieder fasste sich Franziska Penz ein Herz auf der Außenbahn, glänzte sowohl im Gegenstoß als auch im gebundenen Spiel über den linken Flügel. Eben jene entschlossene Gräfrather Akteurin ließ beim 22:18-Anschlusstreffer in Unterzahl (44.) letzte Hoffnung für die Rot-Weißen aufrechterhalten.

Der HSV, nun mit Lisa Fahnenbruck zwischen den Pfosten, zeigte wieder eine kämpferische Leistung, hatte dem Willen und Zug zum Tor von Sophie Lütke aber zu selten etwas entgegen zu setzen. Fünfmal konnte die besagte Schlüsselspielerin in der Crunchtime erfolgreich einnetzen und somit erheblich zum verdienten 33:27 des Tabellenführers gegen das Schlusslicht beitragen.  “Wir haben den großen Favoriten im Duell David gegen Goliath lange geärgert. Spielerin des Spiels ist für mich zum wiederholten Mal Mandy Reinarz”, sagt eine zufriedene Gästetrainerin. “Ich bin mir sicher, dass wir mit dieser Leistung bis Weihnachten Punkte einfahren werden”, so die A-Lizenz-Inhaberin weiter.

Quelle: Handballworld vom 28.10.2019

Foto: Michael Vogel

Presse: Treffsichere Anführerin Unermüdliche Sophie Lütke führt Union zum mühevollen Sieg

Ab und zu, das gibt Sophie Lütke zu, ist ihr neues Amt eine Last. Dann, wenn sich ihr Temperament meldet. Wenn die Handballerin des SV Union Halle-Neustadt auch mal motzen möchte. Geht nicht mehr. „Als Kapitänin hast du die Pflicht, positiv zu bleiben, die anderen mitzuziehen“, sagt Lütke. „Das war schon eine Umstellung für mich.“ Aber eine, die die 29-Jährige bisher eindrucksvoll meistert.

So wie auch im Zweitliga-Heimspiel am Samstagabend. Als es beim überraschend mühevollen 33:27 gegen den Tabellenletzten Solingen-Gräfrath darauf ankam, ging das 1,65-Meter-Energiewunder entschlossen voran. Immer wieder zog Lütke zum Tor, erzielte Treffer um Treffer. Dass das weiter sieglose Schlusslicht dem weiter makellosen Tabellenführer aus Halle nur einen Schrecken einjagte und nicht noch mehr, war vor allem der Verdienst der Kapitänin. Am Ende kam Lütke, die das Amt im Sommer übernommen hat, auf 13 Tore, womit sie nun in sieben Spielen 60 Treffer erzielt hat. Die Ligabestmarke. „Das wusste ich gar nicht“, sagt die gebürtige Berlinern auf den Spitzenwert angesprochen. „Ich achte aber auch nicht auf solche Statistiken, es geht um das Team.“

Dass das Team aber von den Anführerinnen Lütke und der langjährige Nationalspielerin Saskia Lang abhängig ist, zeigte der Samstag erneut. Zwar hat der Erstliga-Absteiger bisher jedes Pflichtspiel gewonnen und harmoniert deutlich besser als in der Vorsaison, wo viele Spielerinnen für sich agierten. Dennoch ist das Team noch nicht am Optimum. Zu viele Schwächephasen erlauben sich die Wildcats, schaffen es zu selten, eine starke Offensive und eine starke Defensive zugleich zu zeigen. So ließen die Hallenserinnen Solingen-Gräfrath nach zwischenzeitlicher Neun-Tore-Führung noch einmal auf vier Treffer herankommen. „Wir schaffen es noch nicht, unsere Qualität konstant auf die Platte zu bringen“, sagt Lütke. „Gerade gegen Mannschaften, die nicht so spielstark sind, lassen wir uns einlullen.“

Ein Lernprozess sei das. So sieht es Lütke. „Wir sind noch ein sehr junges Team, zwei Drittel sind unter 25 Jahren“, sagt die Spielmacherin. „Die Jungen präsentieren sich super, aber erst mit der Erfahrung lernst du die Konstanz.“ Die Ausschläge der Jungen auszubalancieren, das Team auch in schwachen Phasen auf Kurs zu halten, das sieht die neue Kapitänin als ihre Aufgabe. Auch wenn sie ihr Temperament dafür nun unterdrücken muss.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung von Fabian Wölfling

Bilder: Michael Vogel