Presseberichte

TV-Beitrag: Trainer Himborn führt Wildcats zu Klassenerhalt

Erstmals in der Vereinsgeschichte konnten sich die Bundesliga-Handballerinnen von Union Halle-Neustadt den Klassenerhalt erkämpfen. Einen großen Anteil daran hat Trainer Jan-Henning Himborn. Wir stellen ihn vor.

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Der TV-Beitrag ist nur bis zum 30.05.2021 online und abrufbar.

Jan-Henning Himborn (Sportlicher Leiter, SV Union Halle)

Presseschau zur Auswärtsniederlage in Metzingen

Die Handballerinen des SV Union Halle-Neustadt haben die Bundesliga-Saison mit einer weiteren Niederlage und auf Platz zwölf beendet. Am Samstag mussten sich die Hallenserinnen beim TuS Metzingen mit 24:35 (13:18) geschlagen geben. Für Halle trafen Helena Mikkelsen (7) und Julia Redder (4) am häufigsten, der TuS hatte in Marlene Zapf (10) seine beste Werferin.

Im letzten Spiel unter Trainer Jan-Henning Himborn, der wieder auf den Posten des Sportdirektors wechselt und Platz für seine Co-Trainerin Katrin Welter machen wird, kam Union nicht wie erhofft in die Partie und lag bereits in der achten Minute mit 3:7 zurück. Von diesem Rückstand erholten sich die Hallenserinnen im Spielverlauf nicht mehr. Zwar hielten sie ihn in Grenzen, doch Mitte der zweiten Halbzeit schaffte es Union nicht mehr, die flexibel angreifenden Gastgeberinnen unter Kontrolle zu halten. Die spielten ihre größere Klasse aus und siegten auch in dieser Höhe verdient.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung


Union Halle-Neustadt unterliegt deutliche in Metzingen

Der SV Union Halle-Neustadt hat am letzten Spieltag der Handball-Bundesliga noch einmal eine Packung kassiert und mit 24:35 (13:18) gegen den Tabellen-Fünften TuS Metzingen verloren. Für die aufgestiegenen Wildcats war es die 19. Saison-Niederlage.

Das Team von Trainer Jan-Henning Himborn hatte gleich zu Beginn den erwartet schweren Stand beim Tabellenfünften. Die Sachsen-Anhalterinnen zeigten sich leicht überfordert mit dem ruckartigen Tempospiel der Baden-Württembergerinnen. Bereits nach zehn Minuten lagen die Wildcats mit 4:10 zurück. Vor allem Marlene Zapf sorgte mit insgesamt zehn Treffern für Kopfschmerzen bei den Gästen. Auch im zweiten Abschnitt blieb das spielerische Element der Gäste zu limitiert. Lediglich Helena Mikkelsen konnte mit sieben Treffern überzeugen.

Quelle: Mitteldeutscher Rundfunk 


Das Spiel der Wildcats in Metzingen im Re-Live

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Presse: Halle schafft erstmals den Klassenerhalt

Im dritten Anlauf hat es der SV Union Halle-Neustadt endlich geschafft. Die Handballerinnen haben erstmals den Klassenverbleib in der 1. Bundesliga geschafft. Dieser Erfolg soll nun jedoch keine Eintagsfliege bleiben. »Auf lange Sicht wollen wir uns in der Eliteklasse etablieren und uns Schritt für Schritt verbessern«, sagte Sportdirektor Jan-Henning Himborn, der in dieser Saison in Personalunion auch Trainer der Handballerinnen war. Zur kommenden Saison aber räumt er seinen Platz auf der Bank für Katrin Welter. Die 30-jährige ehemalige Handballerin arbeitet bereits seit 1. April als Co-Trainerin in Halle und konnte sich ein Bild von ihrer zukünftigen Mannschaft machen. Ihre Eindrücke sind überwiegend positiv. »Das Betriebsklima stimmt. Jede kämpft für jede. Ich übernehme ein intaktes Team«, erklärte Welter, die 2014 gemeinsam mit Nationalspielerin Shenia Minevskaja mit 239 Treffern Torschützenkönigin geworden war und die TSG Ketsch als Spielertrainerin von der dritten in die erste Liga geführt hatte.

Zu wenig einfache Tore erzielt

Allerdings muss die neue Trainerin in der kommenden Saison auf Leistungsträgerinnen wie Sophie Lütke (Neckarsulm) und Danique Boonkamp (Westfriedland in der ersten niederländischen Liga) verzichten, die der Verein nicht halten konnte. Von Bundesligakonkurrent HSG Bensheim kommen dafür Simone Spur Petersen und Julia Niewiadomska zum SV Union. Das Duo soll dazu beitragen, dass das Konterspiel in Halle auf Touren kommt. »Die Mannschaft hat in manchen Partien zu wenig einfache Tore erzielt«, sagte Welter. Bislang hatte sie nach eigener Aussage noch keinen direkten Einfluss auf die Trainingsgestaltung genommen, sondern nur unterstützend gewirkt. Sie wollte nicht stören, was funktionierte, denn »es ist die Saison von Jan-Henning Himborn. Und er hat mit der Mannschaft den Klassenerhalt geschafft«, so Welter.

Immer wieder Rückschläge in der Saison

Der Weg dorthin hielt viele Hindernisse bereit. Der SV Union hatte einige verletzte Leistungsträgerinnen zu beklagen, musste zudem Rückschläge wie die Heimniederlage gegen Absteiger Mainz hinnehmen. »Die Mannschaft ist aber immer wieder aufgestanden und hat sich auf die nächsten Aufgaben fokussiert«, betonte Himborn. Mit einer Serie von vier Siegen zwischen Anfang März und Anfang April legte der Verein dann den Grundstein zum erstmaligen Klassenverbleib in der Bundesliga

Quelle: Deutsche Presseagentur vom 12.05.2021

Foto: Holger John

Was Halles Saison-Endspurt noch spannend macht

Es drang nichts nach draußen. Über den Livestream war an diesem späten Sonntagnachmittag in der Halbzeitpause nur dröhnende Musik zu hören. Ein Donnerwetter des Blomberger Trainers Steffen Birkner in der Kabine muss es wohl trotzdem gegeben haben. Denn die Gastgeber zeigten sich wie verwandelt nach dem Seitenwechsel: Der Tabellendritte der Handball-Bundesliga Blomberg-Lippe machte aus dem aus seiner Sicht viel zu mageren 12:11 nach 30 Minuten gegen Aufsteiger Union Halle-Neustadt noch ein souveränes 31:22. „Verdient“, nannte Gästetrainer Jan-Henning Himborn den Sieg des Favoriten, „wenn auch am Ende vielleicht ein bisschen zu hoch“.

Wildcats: Lea Gruber muss vorzeitig nach Roter Karte runter

Halle begann konzentriert. Die Deckung stand und im Angriff wurde nahezu jede Chance in Zählbares umgemünzt. Alexandra Mazzucco erzielte aus spitzem Winkel nach zehn Minuten die erste Führung (3:2) der Hallenserinnen. Nach weiteren zehn Minuten war es erneut die schnelle Außenspielerin, die auf 9:7 erhöhte. Erst kurz vor dem Pausenpfiff konnte der Gastgeber vorbeiziehen. „Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden“, sagte Himborn dann auch, „da haben wir taktisch gute Sachen gemacht“. Und danach? „Wir finden keinen Zugriff mehr hinten. Und vorn vergeben wir viel zu leichtfertig die Bälle“, monierte Himborn. Zwar boten seine Torfrauen Anica Gudelj und später dann die junge Lara Lepschi wieder eine gute Leistung. Zudem konnten sich neben Helena Mikkelsen (6 Tore) und Sophie Lütke (4) auch nahezu alle anderen Hallenserinnen in die Torschützenliste eintragen. Doch Blomberg mit seinem breiten Kader zog das Tempo weiter an und war vor allem bei Kontern erfolgreich, während sich bei Union der Kräfteverschleiß bemerkbar machte. Zudem sah Lea Gruber (36.) nach ihrer dritten Zeitstrafe Rot und fiel damit komplett aus.

Angst vor Quarantäne-Pause im Saison-Endspurt

Die Sensation blieb diesmal also aus. Fünf Matchbälle haben die Wildcats noch, um aus eigener Kraft den Klassenerhalt perfekt zu machen. Einen Punkt braucht der Aufsteiger, um sich von Göppingen auf Relegationsplatz 13 uneinholbar abzusetzen – wegen des besseren Torverhältnisses. Und das wird auch nur dann nötig sein, sollte der Kontrahent alle seine noch ausstehenden Spiele einschließlich das gegen den Zweiten aus Bietigheim gewinnen, was unrealistisch erscheint. Spannend wird das Saison-Halali dennoch. Das wohl größte Konfliktpotenzial birgt der Zeitfaktor. Die letzten fünf Spiele muss Union in den nächsten vier Wochen absolvieren: gegen den Thüringer HC (1.5.), Dortmund (8.5.), Buxtehude (14.5.), Bensheim-Auerbach (19.5.) und in Metzingen (22.5.).

Die Angst, dass man selbst oder einer der Gegner wegen eines positiven Coronabefunds in Quarantäne muss, ist allgegenwärtig – das für Sonntag angesetzte Spiel von Buxtehude gegen Ketsch war aus ebendiesem Grund kurzfristig abgesagt worden und auch Leverkusen muss wegen dreier infizierter Spielerinnen eine Zwangspause einlegen. Viel Spielraum hinten heraus gibt es nicht. Nur eine Woche bliebe fürs Nachsitzen, weil danach bereits die Relegation terminiert ist.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 26.04.2021