Wildcats zeigen Moral – zu viele Fehler kosten mögliche Punkte

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WILDCATS

Der SV UNION Halle-Neustadt musste sich am Mittwochabend vor 680 Zuschauern in der SWH.arena der HSG Bensheim/Auerbach mit 33:36 (17:20) geschlagen geben. In einer Partie auf Augenhöhe verhinderten vor allem zu viele technische Fehler und ungenaue Pässe ein besseres Ergebnis für die Wildcats.

Starker Auftakt und offener Schlagabtausch

Die Wildcats erwischten einen perfekten Start: Emma Hertha traf nach 41 Sekunden zur 1:0-Führung. Auch in der Folge blieb Halle spielbestimmend und konnte über Fabienne Büch, Lea Gruber und Lynn Molenaar mehrfach vorlegen. Beim 7:6 lag das Team weiterhin vorn. Doch Bensheim fand zunehmend besser ins Spiel. Vor allem Nina Engel übernahm Verantwortung und brachte die Flames erstmals deutlicher in Front. Auch Lucie-Marie Kretzschmar und Mia Ziercke sorgten für wichtige Treffer, sodass sich die Gäste bis zur Pause auf 20:17 absetzen konnten.

Wildcats kämpfen sich zurück

Nach dem Seitenwechsel zeigte Halle erneut Moral. Über Cara Reuthal, Madeleine Östlund und erneut Hertha kämpften sich die Wildcats Tor um Tor heran. In der 41. Minute war es dann soweit: Molenaar traf zur 24:23-Führung – die Partie war komplett gedreht und die SWH.arena stand Kopf. Für Cara Reuthal war es dabei ein besonderes Spiel: Die Rückraumspielerin wird zur kommenden Saison zur HSG Bensheim/Auerbach wechseln und traf gegen ihren zukünftigen Verein sicher – unter anderem mit zwei verwandelten Siebenmetern.

Knackpunkt Mitte der zweiten Halbzeit

Beim Stand von 27:27 kippte die Partie. Innerhalb weniger Minuten nutzten die Flames mehrere Ballverluste der Wildcats konsequent aus. Nina Engel (insgesamt 11 Treffer), unterstützt von Kretzschmar und Hurst, stellte auf 32:27 und sorgte für die Vorentscheidung. Diese Phase mit zu vielen technischen Fehlern im Hallenser Spiel war letztlich spielentscheidend. Die Wildcats gaben sich jedoch nicht auf. Hertha, Östlund und Polakova verkürzten noch einmal auf 31:33 und hielten die Hoffnung am Leben. Doch Bensheim blieb abgeklärt und fand in den entscheidenden Momenten immer die passende Antwort. Am Ende stand ein 33:36 auf der Anzeigetafel. Beste Werferin auf Seiten der Wildcats war Emma Hertha mit 8 Treffern, gefolgt von Madeleine Östlund (6 Tore), Fabienne Büch (5) sowie Cara Reuthal (4/2 vom Punkt) und Molenaar (4). Bei den Gästen ragte Nina Engel mit 11 Toren heraus.

Trainerstimmen

Bensheims Trainerin Ilka Fickinger:
„Es war das erwartet schwere Spiel nach dem intensiven Wochenende. Halle hat das wirklich gut gemacht und uns über die gesamte Spielzeit gefordert. Umso glücklicher bin ich, dass wir die zwei Punkte mitnehmen konnten. Das war definitiv eines der schwierigeren Spiele der letzten Wochen.“

Wildcats-Trainerin Ines Seidler:
„Wir waren dran, wir waren absolut im Spiel – aber einfache technische Fehler haben uns immer wieder zurückgeworfen. Bensheim nutzt solche Situationen eiskalt aus. Das ist genau das, was mich ärgert: In solchen Spielen müssen wir konsequenter bleiben und dürfen uns diese Phasen nicht erlauben.“

Statistik zum Spiel

SV UNION Halle-Neustadt:
Hertha (8), Östlund (6), Büch (5), Reuthal (4/2), Molenaar (4), Gruber (3), Polakova (2), Marksteiner (1)

HSG Bensheim/Auerbach:
Engel (11/1), Kretzschmar (5), Ziercke (4), Wenzel (4), Orth (3), Degenhardt (3), Hurst (2), Ehlert (2), Agwunedu (1), Polsz (1)

Siebenmeter: Halle 2/3 – Bensheim 1/2
Zeitstrafen: Halle 2 – Bensheim 2
Zuschauer: 680
Halbzeit: 17:20
Endstand: 33:36

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