Wildcats wollen wieder punkten: Union Halle-Neustadt empfängt den BSV Sachsen Zwickau zum Ostderby

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WILDCATS

Nach dem Pokalaus gegen Borussia Dortmund richtet sich der Fokus der Wildcats wieder auf die Alsco Handball Bundesliga. Am Samstag, 10. Oktober 2026, empfängt der SV UNION Halle-Neustadt den BSV Sachsen Zwickau zum Ostderby in der SWH.arena. Anwurf ist um 19:00 Uhr. Für die Wildcats ist es eine Partie, in der sie ihre eigenen Ansprüche mit Punkten untermauern wollen. Beide Mannschaften stehen aktuell bei 1:7 Punkten und wissen um die Bedeutung dieses direkten Duells. Zwickau belegt derzeit den zehnten Tabellenplatz.

Ein Derby mit viel Feuer

Die Duelle zwischen Halle-Neustadt und Zwickau waren in der Vergangenheit selten gewöhnliche Bundesligaspiele. Brisanz, Emotionen und großer Kampf prägten das Derby immer wieder. Besonders gerne erinnern sich Fans und Mannschaft an das Aufeinandertreffen im Februar der vergangenen Saison: Nach Ablauf der regulären Spielzeit übernahm Fabienne Büch beim Stand von 32:32 die Verantwortung vom Siebenmeterpunkt, behielt die Nerven und sorgte mit ihrem Treffer zum 33:32 für großen Jubel in der SWH.arena. Auch am Samstag sollen die beiden Punkte in Halle bleiben. Dafür braucht die Mannschaft von Trainer Pether Krautmeyer allerdings von Beginn an eine konzentrierte Leistung. Der BSV Sachsen Zwickau reist mit einem stark veränderten Kader an die Saale. Sieben Abgängen stehen insgesamt elf Neuzugänge gegenüber. Die Mannschaft von Trainer Norman Rentsch holte zum Saisonauftakt beim 30:30 gegen den VfL Oldenburg ihren bislang einzigen Punkt.

Zuletzt hatten die Zwickauerinnen immer wieder mit Verletzungspech zu kämpfen. Mit Julia Niewiadomska und Zoe Stens fehlten wichtige Leistungsträgerinnen, inzwischen stehen beide jedoch wieder im Kader. Verzichten muss der BSV hingegen auf Spielführerin Silje Brøns Petersen, die aufgrund eines gebrochenen Fingers ausfällt. Unterschätzen dürfen die Wildcats ihren Gegner keinesfalls. Zwickau hat bereits mehrfach bewiesen, dass die Mannschaft bis zur letzten Sekunde kämpft und sich auch von Rückständen nicht aus der Ruhe bringen lässt. Auch Unions Torhüterin Lena Schmid weiß um die Stärke der Gäste: „Wir erwarten ein intensives und emotionales Spiel auf Augenhöhe und wollen alles dafür geben, die zwei Punkte in eigener Halle zu behalten. Zwickau hat zuletzt mit einer starken Defensivleistung und einer guten Torhüterin überzeugt. Im Angriff finden sie vor allem im 7:6 über den Kreis immer wieder gute Lösungen. Das gilt es für uns zu unterbinden. Für uns wird es darauf ankommen, aus einer guten Abwehr heraus konsequent ins Umschalt- und Tempospiel zu kommen und unsere Chancen im Angriff zu nutzen. Wir freuen uns dabei auf die Unterstützung unserer Fans und hoffen auf eine volle und stimmungsvolle Halle, die uns im Derby zusätzlich antreibt.“

Fehler minimieren und ins Tempospiel kommen

Für die Mannschaft von Pether Krautmeyer wird es entscheidend sein, die Zahl der technischen Fehler deutlich zu reduzieren und über eine stabile Defensive ins eigene Tempospiel zu kommen. Schnelle Ballgewinne und konsequentes Umschaltspiel sollen für einfache Tore sorgen. Gleichzeitig braucht es im Positionsangriff Geduld, Konzentration und eine konsequente Chancenverwertung. Für Pether Krautmeyer ist die Partie zugleich eine Premiere: Es wird sein erstes Ostderby als Trainer der Saalestädterinnen. „Es wird mein erstes lokales Derby sein und ich bin mir ziemlich sicher, dass es aufregend wird, aber auch viel Spaß machen wird. Derbys haben ein Eigenleben – es geht nicht unbedingt um Taktik, sondern viel mehr um den Kampf und die Einstellung. Ich weiß, dass wir alles geben werden, damit die zwei Punkte hier in Halle bleiben.“ Personell kann Krautmeyer auf den gleichen Kader wie in den vergangenen Wochen zurückgreifen. Für die besondere Derby-Atmosphäre sollen am Samstag auch die Ränge sorgen. Die Mannschaft hofft auf eine volle SWH.arena und lautstarke Unterstützung von der ersten bis zur letzten Minute. Auch zahlreiche Fans aus Zwickau werden sich auf den Weg an die Saale machen – beste Voraussetzungen für ein emotionales Ostderby. Tickets gibt es online, an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie am Spieltag an der Tageskasse.

Foto: Michael Vogel

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