Wildcats verlangen dem Thüringer HC alles ab – knappe Niederlage im Ostderby

//

WILDCATS

Die Wildcats haben beim favorisierten Thüringer HC eine starke Leistung gezeigt, mussten sich am Ende aber knapp geschlagen geben. Am siebten Spieltag der Alsco Handball Bundesliga Frauen unterlag der SV UNION Halle-Neustadt am Samstagabend in der Salza-Halle mit 30:32 (14:14). Vor 1.170 Zuschauern lieferte die Mannschaft von Trainer Pether Krautmeyer dem weiterhin ungeschlagenen Tabellenzweiten über weite Strecken ein Duell auf Augenhöhe. Erst im letzten Viertel der Partie gelang es den Gastgeberinnen, sich einen entscheidenden Vorsprung zu erarbeiten.

Die Gastgeberinnen erwischten zunächst den besseren Start und gingen mit 3:1 in Führung. Doch die Wildcats fanden schnell in die Partie. Tina Wagenlader sorgte in der zwölften Minute für den 4:4-Ausgleich. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Ostderby, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Besonders Lena Schmid erwies sich im Tor der Wildcats als wichtiger Rückhalt. Mit zahlreichen Paraden hielt sie ihre Mannschaft im Spiel und erzielte in der 17. Minute sogar selbst einen Treffer zum 7:7-Ausgleich. Wenig später brachte Fabienne Büch die Gäste beim 8:7 erstmals in Führung. Auch einen zwischenzeitlichen 9:11-Rückstand steckten die Hallenserinnen weg. Nele Wenzel, Fabienne Büch und Lea Gruber drehten die Begegnung auf 12:11. Kurz vor der Pause brachte Wenzel die Wildcats erneut in Führung, ehe Levke Kretschmann zum 14:14-Halbzeitstand ausglich.

Thüringer HC setzt sich nach der Pause erstmals ab

Nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung zunächst offen. Marie Polakova brachte die Wildcats mit 15:14 erneut in Führung. Anschließend übernahmen die Gastgeberinnen wieder die Initiative und erspielten sich einen knappen Vorsprung. Doch die Wildcats hielten dagegen. Emma Hertha glich in der 42. Minute zum 18:18 aus. Auch beim 20:20 durch Paulina Stapurewicz war weiterhin alles möglich. Erst danach gelang es dem Thüringer HC, sich erstmals deutlicher abzusetzen. Drei Treffer in Folge brachten die Gastgeberinnen mit 23:20 in Führung. Die Wildcats kämpften weiter, konnten den Rückstand aber zunächst nicht entscheidend verkürzen. Nach dem 27:23 in der 51. Minute reagierte Trainer Pether Krautmeyer mit einer Auszeit.

Wildcats kämpfen bis zum Schluss

Auch in den letzten Minuten gaben sich die Hallenserinnen nicht geschlagen. Vor allem Emma Hertha übernahm Verantwortung und erzielte wichtige Treffer. In der 58. Minute verkürzte sie auf 27:29 und ließ die Wildcats noch einmal hoffen. Der Thüringer HC behielt jedoch die Nerven und verteidigte seinen Vorsprung. Fabienne Büch verwandelte in der Schlussminute ihren dritten Siebenmeter, ehe Marie Polakova mit dem Treffer zum 30:32 den Schlusspunkt setzte. Beste Werferinnen der Wildcats waren Fabienne Büch, Emma Hertha und Lynn Holtman mit jeweils fünf Toren. Lena Schmid überzeugte mit insgesamt 15 Paraden und einer Fangquote von 33,3 Prozent. Auch die Angriffsquote von 65 Prozent konnte sich sehen lassen. Allerdings leisteten sich die Wildcats elf technische Fehler und damit fünf mehr als die Gastgeberinnen. Rückhalt gab es für die Wildcats auch von den Rängen. Zahlreiche hallesche Fans, darunter der Fanclub Saalemiezen, hatten die Reise nach Bad Langensalza angetreten und unterstützten ihre Mannschaft lautstark über die gesamte Spielzeit. Damit sorgten sie auch auswärts für ein Stück Heimspielatmosphäre. Trotz der Niederlage nehmen die Wildcats wichtige positive Erkenntnisse aus Bad Langensalza mit. Über weite Strecken begegnete die Mannschaft einem der Spitzenteams der Liga auf Augenhöhe. Nun gilt es, diese Leistung in den kommenden Begegnungen zu bestätigen. Bereits am Mittwoch, 4. November, empfangen die Wildcats um 19:00 Uhr den VfL Oldenburg in der heimischen SWH.arena.

Statistik und Links zum Spiel

Thüringer HC – SV UNION Halle-Neustadt 32:30 (14:14)

Wildcats: Lena Schmid (1), Marijana Ilic – Fabienne Büch (5/3), Emma Hertha (5), Lynn Holtman (5), Marie Polakova (4), Tina Wagenlader (3), Lea Gruber (3), Nele Wenzel (3), Paulina Stapurewicz (1), Maksi Pallas, Valerie Smits, Gerda Kairyte, Viktoria Marksteiner, Lois van Vliet, Ilona Kieffer.

Siebenmeter: 3/5 – 3/3

Zeitstrafen: 1 – 4

Schiedsrichterinnen: Pelin Odabas / Lynn van Os

Zuschauer: 1.170

Links: