Die Wildcats haben ihre erste Pflichtaufgabe der neuen Saison gemeistert. In der 1. Runde des DHB-Pokals setzte sich der SV UNION Halle-Neustadt beim Frankfurter HC mit 28:26 (14:13) durch. Der Favorit musste in der Brandenburg-Halle allerdings bis in die Schlusssekunden hart für das Weiterkommen arbeiten. Vor allem in der ersten Halbzeit machte Frankfurt den Wildcats das Leben schwer. Nach der Pause steigerte sich die Mannschaft von Trainer Pether Krautmeyer, setzte sich zwischenzeitlich deutlicher ab und brachte den Vorsprung am Ende über die Zeit.
Frankfurt fordert die Wildcats von Beginn an
Die Wildcats erwischten durch Lois Van Vliet den besseren Start und gingen mit 1:0 in Führung. Doch schnell wurde deutlich, dass der Frankfurter HC dem Bundesligisten nichts schenken würde. Die Gastgeberinnen spielten mutig, hielten das Tempo hoch und nutzten Fehler der Wildcats konsequent aus. In einer ausgeglichenen Anfangsphase wechselte die Führung mehrfach. Nach dem 3:4 durch Lynn Holtman stellte Frankfurt auf 5:4, ehe Van Vliet wieder zum 5:5 ausglich. Auch in der Folge gelang es den Wildcats zunächst nicht, sich entscheidend abzusetzen. Frankfurt spielte ohne großen Druck auf, während Halle-Neustadt im Angriff noch nicht die nötige Sicherheit fand. Beim 8:7 lagen die Gastgeberinnen erneut vorn. Fabienne Büch verwandelte einen Siebenmeter zum 8:8, anschließend brachte Emma Hertha die Wildcats mit 9:8 wieder in Führung.
Wildcats erarbeiten sich knappe Pausenführung
Bis zum Ende des ersten Durchgangs blieb die Partie eng. Nach dem 10:10 erzielte Emma Hertha das 11:10 für die Wildcats, ehe Fabienne Büch auf 12:10 erhöhte. Frankfurt blieb allerdings dran und glich beim 12:12 erneut aus. Tabea Wipper und Viktoria Marksteiner sorgten anschließend für die Treffer zum 13:12 und 14:12. Frankfurt verkürzte noch einmal auf 13:14. Kurz vor der Pause mussten die Wildcats zudem eine Zeitstrafe gegen Nele Wenzel hinnehmen. So ging es mit einer knappen 14:13-Führung in die Kabinen.
Starke Phase nach dem Seitenwechsel
Auch nach Wiederbeginn blieb Frankfurt zunächst auf Augenhöhe und glich beim 14:14 sowie wenig später beim 15:15 aus. Danach fanden die Wildcats allerdings immer besser in die Partie. Emma Hertha brachte Halle-Neustadt erneut in Führung, Lea Gruber legte nach. Nach dem 16:17 starteten die Wildcats ihre stärkste Phase des Spiels. Hertha, Van Vliet und Gruber erhöhten innerhalb weniger Minuten auf 20:16. Beim 21:16 durch Van Vliet war erstmals ein deutlicherer Vorsprung hergestellt. Die Wildcats standen nun kompakter in der Defensive und kamen häufiger zu Ballgewinnen. Im Angriff schloss die Mannschaft konsequenter ab. Emma Hertha und Tina Wagenlader schraubten den Vorsprung auf 23:17, Van Vliet erzielte wenig später das 24:19.
Frankfurt kommt noch einmal gefährlich heran
Entschieden war die Partie damit allerdings noch lange nicht. Die Gastgeberinnen kämpften weiter und nutzten nun einige Fehlwürfe der Wildcats. Nach dem 25:21 durch Maksi Pallas und dem 26:22 von Marie Poláková schien Halle-Neustadt zwar weiter auf Kurs, doch Frankfurt verkürzte Stück für Stück. Beim Stand von 27:24 musste Ilona Kieffer für zwei Minuten vom Feld. Frankfurt nutzte die Überzahl und kam über Joana Pires und Ivona Skalicanova noch einmal auf 26:27 heran. Die letzten Minuten wurden damit zu einer echten Nervenschlacht. Die Wildcats behielten jedoch die Nerven. Frankfurt hatte noch Möglichkeiten zum Ausgleich, brachte den Ball aber nicht mehr im Tor unter. Zwei Sekunden vor dem Ende setzte schließlich Lynn Holtman mit ihrem Treffer zum 28:26 den Schlusspunkt unter eine umkämpfte Pokalpartie.
Pflicht erfüllt – nächste Runde erreicht
Es war nicht der souveräne Pokalabend, den sich die Wildcats vielleicht erhofft hatten, doch am Ende zählt das Weiterkommen. „Es war ein wirklich hartes Spiel und wir mussten bis zur letzten Minute für diesen Sieg kämpfen. Wir haben im Spiel nicht ganz unseren Rhythmus gefunden und das hat der Gegner heute konsequent ausgenutzt. Wir wollten so spielen wie am vergangenen Wochenende, doch wieder haben wir das Intensitätsniveau nicht ganz erreicht. Dennoch: Wenn man gewinnt, ohne sein bestes Spiel zu zeigen, muss man mit dem Sieg zufrieden sein. Respekt an Frankfurt für ihre Leistung – ich bin mir ziemlich sicher, dass sie mit der Mannschaft eine sehr gute Saison spielen werden. Jetzt richten wir den Blick auf nächsten Sonntag“, so Unions neuer Coach Pether Krautmeyer. Unsere besten Genesungswünsche gehen zudem an Frankfurts Nummer 13, Tea Pogorelc. Die Rückraumspielerin verletzte sich während des Spiels und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Wir drücken die Daumen, dass es sich nicht um eine schlimme Verletzung handelt. Bereits am Sonntag, den 30.08., steht für die Wildcats das erste Heimspiel in der Alsco Handball Bundesliga an. Gegner ist die TuS Metzingen. Für Krautmeyer und sein Team heißt es nun, den Fokus voll auf den Start in die Bundesliga zu richten und weiter an den kleinen Stellschrauben zu drehen. Anwurf ist am Sonntag den 30.08.2026 um 16:00 Uhr in der SWH.arena.
Statistik:
Van Vliet 6/8, Hertha 6/10, Büch 4/6, Holtman 3/5, Poláková 3/7, Gruber 2/5, Wagenlader 1/1, Wipper 1/1, Marksteiner 1/3, Pallas 1/2, Kieffer, Wenzel, Kairyte, Smits, Schmid, Ilic