Am Mittwochabend wartet auf die Wildcats die nächste anspruchsvolle Aufgabe in der Alsco Handball Bundesliga Frauen. Um 19:00 Uhr empfängt der SV UNION Halle-Neustadt den aktuellen Tabellenvierten VfL Oldenburg in der heimischen SWH.arena. Nach dem starken Auftritt und der knappen 30:32-Niederlage am vergangenen Samstag gegen den Thüringer HC wollen die Wildcats an diese Leistung anknüpfen und vor heimischer Kulisse die nächsten wichtigen Punkte einfahren.
Mit 11:3 Punkten und fünf Siegen in Folge reist der VfL Oldenburg mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen an die Saale. In den vergangenen Wochen stellte die Mannschaft eindrucksvoll unter Beweis, zu welchen Leistungen sie fähig ist. Besonders die Erfolge gegen die Topteams Borussia Dortmund und HSG Bensheim/Auerbach unterstreichen die aktuelle Stärke der Gäste. Die Wildcats erwartet somit ein Gegner in hervorragender Verfassung, der seine Erfolgsserie auch in Halle fortsetzen möchte. Eine besondere Herausforderung stellt dabei der starke Rückraum der Oldenburgerinnen dar. Allen voran Toni-Luisa Reinemann, die mit bislang 41 Treffern die erfolgreichste Torschützin des VfL ist. Um die Offensivqualitäten der Gäste einzuschränken, müssen die Wildcats von Beginn an mit einer aggressiven und kompakten Abwehr dagegenhalten, konsequent in die Zweikämpfe gehen und Oldenburg möglichst wenig Raum zur Entfaltung geben.
Zwei starke Torhüterinnen im Blickpunkt
Auch zwischen den Pfosten dürfen sich die Zuschauer auf ein interessantes Duell freuen. Mit Madita Kohorst verfügt der VfL Oldenburg über die aktuell statistisch stärkste Torhüterin der Bundesliga. Mit beeindruckenden 89 Paraden führt sie die Rangliste an. Direkt dahinter folgt Wildcats-Schlussfrau Lena Schmid, die ebenfalls zu den besten Torhüterinnen der Liga gehört. Wie wichtig sie für ihre Mannschaft ist, stellte Schmid zuletzt gegen den Thüringer HC erneut unter Beweis. Mit zahlreichen starken Paraden hielt sie die Wildcats im Spiel und gab ihren Mitspielerinnen die nötige Sicherheit.
Wildcats wollen an die Leistung gegen den THC anknüpfen
Bei der knappen 30:32-Niederlage gegen den Tabellenzweiten Thüringer HC zeigten die Wildcats eine ihrer stärksten Saisonleistungen und waren bis in die Schlussphase auf Augenhöhe. Über die gesamten 60 Minuten präsentierte sich die Mannschaft von Cheftrainer Pether Krautmeyer kämpferisch, leidenschaftlich und mit einem unbedingten Willen. Genau diese Eigenschaften sollen auch gegen den VfL Oldenburg den Unterschied machen. Eine geschlossene Mannschaftsleistung, eine aggressive Defensive und die nötige Konsequenz im Angriff werden entscheidend sein, um gegen die formstarken Gäste bestehen zu können. Auch Fabienne Büch weiß um die Schwere der bevorstehenden Aufgabe. Sie betont, wie wichtig es sein wird, an die Leistung aus dem Thüringen-Spiel anzuknüpfen und sich auf die unterschiedlichen taktischen Varianten der Gäste einzustellen:
„Gegen Oldenburg müssen wir vor allem an unsere Leistung gegen den THC anknüpfen, um die Punkte zu Hause behalten zu können. Dass Oldenburg ein sehr, sehr starker Gegner ist, haben sie vor allem bei ihren Siegen gegen Dortmund und Bensheim gezeigt. Sie sind bei ihren Spielertypen mit einem Mix aus Rückraumwerfern und vielen unangenehmen Eins-gegen-eins-Spielern, aber auch bei ihrem Spielsystem variabel aufgestellt, da sie mit vier Rückraumspielern, mit und ohne Kreis, spielen. Das bedeutet, dass wir auf alles vorbereitet sein müssen. Wir dürfen uns von diesen Varianten nicht überraschen lassen, sondern müssen einfach bei unserem Spiel bleiben. Wenn wir es dann noch schaffen, unsere Fehler im Vergleich zum letzten Spiel zu minimieren, wird es ein sehr spannendes Spiel mit dem hoffentlich glücklicheren Ende für uns.“
Dass die Wildcats auch gegen die Spitzenteams der Liga mithalten und punkten können, haben sie bereits bewiesen. Nun gilt es, diese Qualitäten erneut auf die Platte zu bringen. Die Mannschaft ist hochmotiviert und möchte sich für ihren Einsatz endlich wieder mit einem Heimsieg belohnen. Dabei setzen die Wildcats auch auf die Unterstützung ihrer Fans. Gerade in solchen Spielen kann die Atmosphäre von den Rängen den Unterschied machen. Gemeinsam mit ihren Anhängern wollen die Hallenserinnen die SWH.arena erneut zu einer echten Heimspiel-Festung machen. Auch wenn die Favoritenrolle aufgrund der Tabellensituation und der beeindruckenden Siegesserie bei den Gästen aus Oldenburg liegt, wollen sich die Wildcats keinesfalls verstecken. Mit Leidenschaft, Kampfgeist und einer konzentrierten Leistung über die gesamte Spielzeit soll die SWH.arena einmal mehr zu einem unangenehmen Pflaster für die Gäste werden.
Anpfiff der Partie ist am Mittwochabend um 19:00 Uhr in der SWH.arena. Für alle, die nicht live vor Ort dabei sein können, wird die Begegnung bei Dyn und Sporteurope.tv übertragen.