Intensives Testspiel-Wochenende: Wildcats beenden SUN Handball Cup auf Platz vier
Ein intensives Wochenende mit gleich fünf Spielen liegt hinter den Wildcats. Nach einem Testspiel gegen den Deutschen Meister HSG Blomberg-Lippe am Donnerstag führte der Weg für das neu zusammengestellte Team von Cheftrainer Pether Krauthmeyer weiter nach Neckarsulm zum SUN Handball Cup 2026. Im Mittelpunkt standen dabei weniger die Ergebnisse als vielmehr das Zusammenspiel, neue Abläufe und die Möglichkeit, unter Wettkampfbedingungen verschiedene Konstellationen auszuprobieren.
Starker Test gegen den Deutschen Meister
Bereits am Donnerstag machte sich die Mannschaft auf den Weg nach Bad Blankenburg. Dort absolvierte die HSG Blomberg-Lippe ihr Trainingslager und hatte die Wildcats zu einem Testspiel eingeladen. Die Anfangsphase war den Hallenserinnen die Nervosität noch deutlich anzumerken. Einige grobe Fehler schlichen sich in das Spiel ein und machten es dem Gegner zunächst zu einfach. Nach rund 15 Minuten hatte sich das neu zusammengestellte Team von Pether Krauthmeyer jedoch gefangen und fand immer besser in die Partie. In der Folge entwickelte sich ein gutes und intensives Testspiel gegen den amtierenden Deutschen Meister. Auf beiden Seiten wurde viel gewechselt und ausprobiert – schließlich stand für beide Teams die Vorbereitung und nicht das Ergebnis im Vordergrund. Die Wildcats hielten über weite Strecken gut dagegen und mussten sich am Ende lediglich knapp mit 27:29 geschlagen geben. Ein erster wichtiger Härtetest, der bereits einige positive Ansätze offenbarte.
Weiter nach Neckarsulm zum SUN Handball Cup
Nach dem Testspiel am Donnerstag ging es für die Wildcats am Freitag weiter nach Neckarsulm. Dort stand am Wochenende die Teilnahme am SUN Handball Cup auf dem Programm. Gespielt wurde im Turniermodus über zweimal 20 Minuten. Zum Auftakt wartete am Samstag mit ATH Strasbourg ein internationaler Gegner. Die Wildcats leisteten sich im Angriff jedoch zu viele Fehler und ließen einige Möglichkeiten ungenutzt. Strasbourg agierte dagegen abgeklärt und nutzte die Fehler konsequent aus. Trotzdem blieb die Partie bis zum Schluss völlig offen. Am Ende mussten sich die Wildcats denkbar knapp mit 15:16 geschlagen geben.
Viel Tempo und Spielfreude gegen Neckarsulm
Im zweiten Spiel des Tages wartete Gastgeber Sport-Union Neckarsulm. Von Beginn an präsentierten sich die Wildcats deutlich verbessert. Mit viel Tempo setzte das Team den Gegner unter Druck, während die Abwehr kompakt und aggressiv arbeitete. Hinzu kam eine gute Torhüterleistung. Auch offensiv war viel Spielfreude zu erkennen. Immer wieder erspielten sich die Wildcats schöne Torchancen und fanden gute Lösungen gegen die Neckarsulmer Defensive. Obwohl die Gastgeber im Laufe der Partie noch einmal herankamen und zwischenzeitlich sogar die Führung übernahmen, ließ sich das Team von Pether Krauthmeyer nicht aus der Ruhe bringen. Die Wildcats blieben konzentriert und belohnten sich mit einem 23:22-Erfolg. Dabei war bereits zu erkennen, welche Handschrift der neue Cheftrainer seiner Mannschaft mit auf den Weg geben möchte: Tempo, eine aggressive Defensive und mutiges Angriffsspiel.
Halbfinale gegen die Flames
Durch den Erfolg gegen Neckarsulm sicherten sich die Wildcats den Einzug ins Halbfinale. Dort wartete am Sonntag die HSG Bensheim/Auerbach – und damit auch ein bekanntes Gesicht. Mit Cara Reuthal trafen die Wildcats auf eine ehemalige Mitspielerin, die im Sommer zu den Flames gewechselt war. Die Partie begann ausgeglichen. Erneut überzeugten die Wildcats mit einer kompakten Defensive und machten es Bensheim schwer, zu einfachen Toren zu kommen. Im Angriff wurde geduldig gespielt und nach guten Lösungen gesucht. Nach der Pause schalteten die Flames allerdings einen Gang höher und zeigten ihre Qualität. Die Wildcats hielten dagegen, konnten die 20:23-Niederlage letztlich aber nicht verhindern.
Erneutes Duell mit Neckarsulm um Platz drei
Im Spiel um Platz drei kam es anschließend zum erneuten Aufeinandertreffen mit der Sport-Union Neckarsulm.Nach den intensiven Spielen der vergangenen Tage war den Wildcats nun anzumerken, dass die Kräfte langsam schwanden. Im Angriff schlichen sich zu viele Fehler und Fehlwürfe ein, während in der Defensive die Aggressivität aus den vorherigen Begegnungen nicht mehr durchgehend auf den Platz gebracht werden konnte. Dennoch kämpfte die Mannschaft bis zur letzten Minute und gab sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen. Erneut entwickelte sich eine knappe Partie, diesmal allerdings mit dem besseren Ende für die Gastgeber. Neckarsulm setzte sich mit 21:20 durch. Damit beendeten die Wildcats den SUN Handball Cup 2026 auf dem vierten Platz.
Viele Erkenntnisse für die weitere Vorbereitung
Auch wenn am Ende Platz vier zu Buche steht, konnte das Trainerteam zahlreiche wichtige Erkenntnisse aus den vergangenen Tagen mitnehmen. Alle Spielerinnen bekamen ihre Einsatzzeiten und konnten sich unter Wettkampfbedingungen zeigen. Pether Krauthmeyer nutzte die fünf Begegnungen intensiv, wechselte viel und probierte unterschiedliche Formationen und Konstellationen aus. Vor allem der Einsatz stimmte: Die Mannschaft gab in allen Begegnungen 100 Prozent und zeigte bereits viele gute Ansätze. Gleichzeitig wurde deutlich, an welchen Stellschrauben in den kommenden Trainingseinheiten noch gearbeitet werden muss. Auch Cheftrainer Pether Krauthmeyer zeigte sich mit dem ersten intensiven Testspiel-Wochenende insgesamt zufrieden: „Jede Spielerin bekam ihre Spielzeit und zeigte einen fantastischen Kampfgeist. Es waren unsere ersten Spiele und natürlich sind wir in einigen Aspekten noch nicht richtig eingespielt, doch das ist für eine Vorbereitung auch völlig normal. Wir haben noch einige Tage, bevor das erste Pflichtspiel ansteht, und diese Zeit werden wir intensiv nutzen, um an den entsprechenden Stellschrauben zu drehen.“ Nach fünf Spielen innerhalb weniger Tage nehmen die Wildcats damit nicht nur einen vierten Platz, sondern vor allem viele wichtige Erkenntnisse mit nach Halle. Die nächsten Tage der Vorbereitung werden nun genutzt, um weiter an den Abläufen zu feilen und als neu zusammengestelltes Team Schritt für Schritt zusammenzuwachsen.
Foto: Dorian