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Pressebericht: Union-Mädels gehen beim Spitzenreiter unter

Ob der Zeitpunkt für die Ansage klug gewählt war, sei dahingestellt. Frank Kastner jedenfalls hatte sie gemacht: “In Celle gehen wir als Außenseiter in die Partie, dennoch muss spätestens jetzt jedem im Team bewusst sein, dass wir uns mitten im Abstiegskampf befinden”, so der Teammanager der Wildcats. “Ich erwarte in den jetzt noch drei ausstehenden Spielen im Jahr 2012 eine Trotzreaktion von der Mannschaft.” Was für eine Ansage vor dem Auftritt des Drittletzten beim Tabellenführer SV Garßen-Celle.

“Alles falsch gemacht”

Von dieser Kampfansage eher verunsichert als angestachelt bezogen die Wildcats am Sonnabend mit dem 22:34 (13:18) nicht nur eine mehr als deutliche Lektion, sondern eine der höchsten Niederlagen in ihrer Zweitliga-Historie. “Wir haben eigentlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann”, schimpfte Trainer Michal Lukacin und sprach von “der schlechtesten Saisonleistung” seiner Mannschaft.

“Mit mehr als 20 technischen Fehlern kann man in der zweiten Bundesliga nicht einmal den Tabellenletzten schlagen”, klagte der Trainer, der auf seine zweite Spielmacherin Linda Jäger verzichten musste. Die 20-Jährige fällt laut Teamarzt Lars Irlenbusch wegen einer Meniskusverletzung mindestens drei Wochen aus. Dennoch begannen die Wildcats konzentriert und konnten sich bis zum 7:7 (14.) auf Augenhöhe bewegen. Auch den 13:18-Halbzeitrückstand steckten sie weg, kamen ordentlich aus der Pause und waren beim 18:20 in der 36. Minute wieder auf Tuchfühlung.

Übertriebene Härte bei Wildcats

Die folgenden zwölf Minuten aber wird auch Lukacin so schnell nicht vergessen. Während sich die Gäste drei Fehlwürfe, zwei ausgelassene Siebenmeter und sieben technische Fehler leisteten, setzte sich der Tabellenführer mit einem 10:0-Lauf uneinholbar auf 30:18 (48.) ab. Dieser Vorsprung hatte bis zum Abpfiff Bestand. “Wir haben undiszipliniert gespielt und dem Gegner die Bälle fast freiwillig überlassen. Ich bin maßlos enttäuscht”, meinte Lukacin.

Viel Glück hatte in dieser Phase Unions Spielführerin Thea Schwarz, die ihre Enttäuschung gleich zweimal an Gegenspielerinnen ausließ. Doch sowohl ihr Pferdekuss gegen Waleria Galouza als auch ihr Ellbogen-Check gegen Kathrin Schulz blieben von den Schiedsrichtern Christian Kroll und Kai Turner unbestraft.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

Union: Baranowska, Voigt; St. Hummel 2, Kiskyte, Schwarz, Burde 5, J. Hummel 4, Kracht 4, Uhlig 2 / 1, Stuparicova 4, Michel 1

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