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Loraine Hellriegel war erneut in guter Form in Wismar. (Foto:Thomas Zober) |
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Das Erreichen der Playoffs – dies war das minimale Saisonziel der Vereinsverantwortlichen des SV UNION Halle-Neustadt. Arne Kühr wollte dieses Ziel so schnell wie möglich erreichen. Mit einem Sieg gegen die TSG Wismar ist diese Zielstellung zwei Spieltage vor Abschluss der Hauptrunde bereits erfüllt. Ohne Torfrau Juliane Nagel, die sich unter der Woche im Training an der Hand verletzte, ging man mit Nele Kurzke und Annika Lorf im Tor der Wildcats auf die Reise an die Ostsee. Überraschend war für viele die Rückkehr von Silvia Hofman ins Team des SV UNION Halle-Neustadt. Wie immer herrschte beste Stimmung in der Sporthalle in Wismar. 910 Zuschauer wollten das Duell zwischen der TSG und den Wildcats sehen. Beide Mannschaften gingen mit einer sicheren 6:0-Deckung ins Spiel. Die Wildcats, insbesondere Katharina Henkel, kamen besser ins Spiel als die Gastgeber. Bereits nach sieben Spielminuten führte das Team von Arne Kühr mit 7:4. Die TSG Wismar erkannte nun aber die Schwachstelle der Wildcats. Immer wieder versuchten sie über die Schnelle Mitte zum Torerfolg zu kommen. Zu langsam waren die Gäste aus Halle in ihrer Rückwärtsbewegung, was Wismar zu nutzen wusste. Vor allem von Franca Kühne und Franziska Hipler ging die größte Torgefahr aus. Die Abwehr der Wildcats kam oft einen Schritt zu spät, was dann häufig zu einen Siebenmeter für Wismar führte. Insgesamt hatten die Gastgeber neun Strafwürfe. Nele Kurzke, die drei Siebenmeter parierte, und Anika Lorf, die einen Strafwurf halten konnte, zeigten jedoch eine gute Torhüterleistung und zogen den Siebenmeterschützinnen der TSG Wismar den Zahn. Nachdem Franca Kühne in der 11. Minute den 7:7-Ausgleichstreffer erzielte, sahen die Zuschauer einen offenen Schlagabtausch beider Mannschaften. Besonders bemerkenswert waren der hohe kämpferische Einsatz sowie das Tempospiel. Diese engagierte Spielweise wirkte sich auch auf die Kondition aus und so kam Debby Aubrecht zu ihrem ersten längeren Bundesligaeinsatz nach ihrer Verletzungspause. Im Wechselspiel mit Sabrina Cichy übernahm die 21-jährige Rückraumspielerin die Verantwortung in der Defensivarbeit. Am Kreis wurde Peggy Hesse von Zofia Fialekova abgelöst. Mit einer knappen 17:16-Führung wurden die Seiten gewechselt.
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Judy Martin konnte in der zweiten Halbzeit überzeugen. (Foto: Thomas Zober) |
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Im zweiten Spielabschnitt übernahmen die Gastgeber mehr Verantwortung und gingen durch ein Tor der besten Spielerin der TSG, Liudmilla Yermachek, erstmals mit zwei Toren in Führung (23:21). Die 910 Zuschauer verwandelten die Sporthalle in einen Hexenkessel, doch die Wildcats blieben gelassen und behielten die Nerven. Erschwert wurde die Situation von zahlreichen Zeitstrafen gegen den SV UNION Halle-Neustadt. Wismar konnte diese Chance allerdings nicht nutzen, um weiter wegzuziehen, da die Gäste aus Halle gegen die drohende Niederlage ankämpften. Einen großen Anteil daran, dass die Wildcats rechtzeitig auf die Siegerstraße abbogen, hatten die Außenspielerinnen. Insgesamt sieben Tore steuerten die zwei Außenspielerinnen Loraine Hellriegel und Judy Martin in der Schlussphase bei. Als die Wildcats sechs Minuten vor Schluss mit drei Toren führten, lief es auch besser in der Abwehr des SV UNION Halle-Neustadt. Wismar scheiterte immer wieder an Nele Kurzke oder technische Fehler führten zu schnellen Ballverlusten. Am Ende stand ein 33:31-Auswärtssieg für die Wildcats auf der Anzeigetafel. Die 20 mitgereisten Fans feierten die Mannschaft, die mit diesem Sieg die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 1. Bundesliga besiegelt. Die nächsten Spiele gegen Greven und Stemmer/Friedewalde wird der SV UNION nutzen, um sich für die Playoffs einzuspielen und eine gute Ausgangsposition zu erzielen. Katharina Henkel (neun Tore), Loraine Hellriegel und Sabrina Cichy (sieben Tore) waren die erfolgreichsten Torschützen im Team der Saalestädterinnen. Bei den Gastgebern konnte Liudmilla Yermachek mit neun Toren glänzen.
Stimmen zum Spiel:
Arne Kühr (Trainer SV UNION Halle-Neustadt):
„ Wir sind mit dem Sieg absolut zufrieden. Da wir gewusst haben, was das heute für ein schweres Spiel wird, ist dieser Sieg für uns enorm wichtig, da wir uns jetzt endgültig für die Playoffs qualifiziert haben. Die Zuschauer haben ein kampfbetontes und sehr temporeiches Zweitligaspiel gesehen. Mit diesem Sieg haben wir unser Ziel Playoffs erreicht und jetzt schauen wir von Spiel zu Spiel weiter, was möglich ist.“
Marina Bratenkowa (Trainerin TSG Wismar)
„Meine Mannschaft hat die gute Entwicklung der letzten Spiele bestätigt, nur leider stehen wir wie gegen Greven und Rosengarten wieder ohne Punkte da. In der ersten Halbzeit haben wir viele Tore über die Mitte bekommen und in der zweiten Halbzeit haben wir die Außenspielerinnen der Hallenserinnen gar nicht in den Griff bekommen. Die Spielerinnen aus Halle haben alle eine individuelle Stärke, sodass die Defensive heute enorm gefordert war.“
Kurzke, Lorf – Henkel 9/2, Hellriegel 7/4, Cichy 7, Martin 4, Eisenkolb 3, Hofman 2, Fialekova 1, Hesse, Aubrecht, Stöhr