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Debby Aubrecht durfte nur 28 Minuten dirigieren (Foto: Schulle) |
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Viele der anwesenden Fans machten sich sodann in der Halbzeitpause auf den Weg nach Magdeburg um das Bundesligateam dort im Landesderby gegen den HSC 2000 Magdeburg zu unterstützen. Lag es an den fehlenden Trommeln in der zweiten Halbzeit oder doch eher an den fehlenden Alternativen auf der Bank unserer jungen Wilden? Jedenfalls bekamen sie in der zweiten Halbzeit kaum noch ein Bein auf die Platte und verfielen wieder in den hektischen Angriffstrott, der Fans und Offiziellen dieses Jahr schon einige Nerven gekostet hat.
Coach Grundig musste in diesem richtungsweisenden Spiel aus den unterschiedlichsten, mal erfreulichen und mal weniger erfreulichen Gründen auf etablierte Spielerinnen wie Ulrike Mittag, Carina Messerschmidt, Vivian Schulze und Susi Welle verzichten. Ihr Comeback nach einer krankheitsbedingten Pause gab hingegen Debby Aubrecht, welche in den ersten 28 Minuten der Partie der Hintermannschaft des SV UNION die nötige Sicherheit und Stabilität in der Defensive gab.
Doch nach diesen besagten 28 Minuten war es dann auch schon wieder vorbei mit der Aubrecht`schen Herrlichkeit. Die Schiris hatten wohl was gegen Debbys Abwehrverhalten und so durfte sie nach 28 Minuten und 3 x Zweiminutenstrafe und der folgerichtigen roten Karten neben ihrem Freund und HC Einheit-Keeper Tom Mocker auf der Tribüne Platz nehmen. Ihr lapidarer Kommentar dazu war nur, dass man in der Bundesliga solche Sachen nicht pfeifen würde.
Auch durch das Fehlen von Debby Aubrecht ging dann in der zweiten Halbzeit ein kompletter Bruch durch das Juniorteam und als Isenhagen 20 Minuten vor Schluss zum 18:18 - Ausgleich kam, hatten die Mädels von Trainer Mike Mühlenbruch endgültig die zweite Luft, während sich bei den jungen Wilden die dünn besetzte Auswechselbank bemerkbar machte.
Hervorzuheben sei an dieser Stelle aus einer schwachen Teamleistung Thea Schwarz welche mit aggressiven aber durchaus regelkonformen Abwehrspiel überzeugen konnte.
Für die anderen gilt es sich vollkommen auf das nächste Punktspiel in der Uni-Halle gegen den SV Werder Bremen zu fokussieren, denn nach der Niederlage gegen Isenhagen steht man dort gehörig unter Druck. Doch zunächst gilt es nächsten Sonntag in Haldensleben einen Vier-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel der DHB-Pokalqualifikation zu egalisieren.
SV UNION: Lorf,Voigt,Altner - Richter, Nabert 2, Michel 2, Schwarz 5/4, Aubrecht1, Stiskall 5, Lucka 7, Liedtke, Reinl, Rosick
3 x 2 Minuten Debby Aubrecht (Rote Karte, 28. Minute)
je 1 x 2 Minuten Thea Schwarz und Kathrin Lucka
Siebenmeter 6/4
Die Stimmen zum Spiel:
Geschäftsführer Burkhard Gräßler:
„Schade das dieses wichtige Spiel weggeben wurde, so muss wieder gezittert werden.“
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Michelle Liedtke zeigt die Richtung für die nächsten Spiele an (Foto: Schulle) |
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Gästetrainer Mike Mühlenbruch: „Das war ein ebenso überraschender wie wichtiger Sieg für meine stark ersatzgeschwächte Mannschaft. Damit konnten wir im Vorfeld angesichts der schwachen Leistungskurve und den zu starken Schwankungen in den Spielen zuvor nun wirklich nicht rechnen. Halle-Neustadt hat in der ersten Halbzeit gezeigt, welcher Handball sie auszeichnet und uns mit schnellem Tempospiel den Schneid abgekauft. Als wir dann jedoch in der zweiten Halbzeit den Ausgleich zum 18:18 erzielen konnten, waren meine Mädels plötzlich obenauf und spielten das, was ich eigentlich immer von ihnen erwarte und auch erwarten kann, so dass ich denke, dass wir am Ende nicht ganz unverdient hier zwei Punkte mitnehmen.
Die Gedanken, dass ich nach dieser Saison als Trainer der HSG Isenhagen zurücktreten werde, reifte in mir über Weihnachten. Ich bin jetzt meine fünfte Saison in Isenhagen und ich muss sagen, es fällt mir immer schwerer die Mädels zu motivieren und zu erreichen, so dass ich jetzt in meiner dann 23. Saison als Trainer nochmal eine neue Herausforderung suchen möchte und zurück in den Männerbereich zu einem Oberligisten wechseln werde.
An Halle habe ich nur gute Erinnerungen, angefangen mit einem Trainingslager des Juniorteams bei uns vor 5 Jahren und jetzt spielen wir ja auch schon die 4. Saison gegeneinander und bis auf Ausnahmen waren es immer ganz enge Partien. Für mich und meine Spielerinnen war es immer reizvoll auf der anderen Seite auf bundesligaerfahrene Spielerinnen treffen zu dürfen, das war für uns immer ein Anreiz und ein positiver Lerneffekt. Auch vom Umfeld, dem Präsidium und den Fans wurden wir immer sehr gut aufgenommen, so dass ich sagen kann, die Spiele gegen Halle waren immer kleine Saisonhighlights für uns.“