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29:32 Niederlage für die Wildcats

Verletzungspech und schwache Abwehr sorgen für Niederlage in Recklinghausen

Die Bundesligamannschaft des SV UNION Halle-Neustadt musste am Sonntagabend eine schmerzhafte Auswärtsniederlage von 29:32 (15:14) beim PSV Recklinghausen einstecken. Besonders die Defensive der Wildcats war die Schwachstelle im Team von der Saale. Bis zur 55. Minute war der
Spielausgang in der Bundesligapartie völlig offen. Erst in den letzten fünf Minuten konnte sich Recklinghausen absetzen. In einer turbulenten Schlussphase hatten die Wildcats Pech mit einigen
Schiedsrichterentscheidungen. So wurde zwei Minuten vor Spielende ein Treffer von Judy Martin, was das 30:30 gewesen wäre, aufgrund eines fragwürdigen Stürmerfouls nicht gegeben. Die beste Torschützin des Gastgebers, Felicia Idelberger, machte mit zwei Toren in der letzten Minute den Heimsieg für Recklinghausen perfekt. Bei den Wildcats war Simona Roubinkova mit acht Toren am erfolgreichsten.


Arne Kühr wusste nach dem Spiel, was seiner Mannschaft gefehlt hatte. Eine Katharina Henkel oder auch Zofia Fialekova kann man in der Defensive nur schwer ersetzen. Der Wildcats-Trainer spielte dabei auf die Schwachstelle der Wildcats an. „Die Abwehr war heute viel zu passiv, da hat die Stabilität gefehlt.“ Das Gastspiel in Recklinghausen war nichts für schwache Nerven. Von der ersten Minute an war es eine Bundesligapartie, die mit offenem Visier geführt wurde. Physiotherapeutin Uta Petzold hatte jede Menge zu tun. Immer wieder mussten Spielerinnen behandelt werden. Am schlimmsten traf es Simona Roubinkova und Peggy Hesse, deren Gegenspielerin Anne Saxe eine harte Körpersprache an den Tag legte. Die Kreisspielerin musste bereits in der ersten Halbzeit die Platte für eine Genesungspause verlassen, bevor sie zum Ende des Spiels hin wieder mit eingreifen konnte. Schlimmer traf es Nationalspieleiern Silvia Hofman, die sich an einem Finger ihrer Wurfhand erneut eine Verletzung zuzog. Bereits zu Saisonbeginn hatte ein gebrochener Finger bei der Niederländerin Pause bedeutet, sodass sie nur zwei Spiele in der Hinrunde absolvieren konnte. Ob es erneut ein Bruch ist, konnte noch nicht festgestellt werden. Im ersten Spielabschnitt konnte sich keine Mannschaft einen spielerischen Vorteil verschaffen. Mit schönen Spielkombinationen überzeugte vor allem die Offensive der Wildcats. Schon in dieser Phase des Spiels hatte man das Gefühl, dass die zwei unparteiischen Schiedsrichter aus Düsseldorf und Velbert aufgrund fragwürdiger Entscheidungen viel Unruhe in das Spiel brachten. Die Wildcats ließen sich aber nicht davon anstecken und wechselten mit einer knappen Führung die Seiten.

Im zweiten Spielabschnitt das gleiche Bild – ein Spiel auf Augenhöhe mit viel Unterhaltungswert für die wenigen Zuschauer in der Sporthalle Nord. Keine Mannschaft konnte sich mit mehr als zwei Toren absetzen. Bei Recklinghausen konnten sich immer wieder die Außenspielerinnen in Szene setzen. In der sonst so starken Abwehr der Wildcats waren viel zu oft große Lücken die die Gastgeber gnadenlos ausnutzten. Die Außenspielerinnen bei den Wildcats dagegen erwischten einen nicht so guten Tag und scheiterten häufig an der Torfrau des PSV Recklinghausen. Als dann aber der Gastgeber zehn Minuten vor Spielende auf 22:25 wegzog, gerieten die Punkte erstmalig in der Partie für die Wildcats in Gefahr. Die Situation erschwerte sich durch eine Zeitstrafe gegen die Bank der Wildcats. Was aber für ein Kampfgeist in der Mannschaft steckt, beweist die Situation, dass der SV UNION Halle-Neustadt trotz Unterzahl und drei Toren Rückstand sich noch mal zurückmeldete. Eileen Uhlig erzielte in der 53. Minute den Ausgleichstreffer zum 26:26. Mit diesem Treffer der Rückraumspielerin, die insgesamt sieben Tore machte, war das Spiel wieder offen. In der Schlussphase fing sich Peggy Hesse noch eine Zeitstrafe ein und den Gästen aus Halle fehlte die nötige Cleverness. Hinzu kam auch das die Wildcats nun Pech mit den Unparteiischen hatten. Die Schiedsrichterentscheidungen waren für viele Zuschauer nicht immer nachvollziehbar. So wurde zwei Minuten vor Spielende ein Treffer von Judy Martin, was das 30:30 gewesen wäre, aufgrund eines fragwürdigen Stürmerfouls nicht gegeben. Die beste Torschützin des Gastgebers, Felicia Idelberger, machte mit zwei Toren in der letzten Minute den Heimsieg für Recklinghausen perfekt.


Nagel, Lorf – Roubinkova 8/6, Uhlig 7/4, Cichy 6, Hellriegel 2. Eisenkolb 2, Hesse 2. Martin 1 , Hofman 1, Stöhr, Schwarz
 

Marcel Gohlke
erstellt am 08.02.2010

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