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Union-Torhüterin Juliane Nagel hat deutlich an Sicherheit gewonnen. (FOTO: MZ) |
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In der Hinspielrunde hatte Union schon einmal drei Niederlagen einstecken müssen. Mit dem Rücken zur Wand und dem Wissen, dass Kühr wohl gehen muss, wenn die Negativserie nicht beendet wird, schafften die Wildcats gegen Oyten die Wende. Auch die folgenden neun Siege konnte das Team allesamt gewinnen.
Vor dem Schicksalsspiel im Oktober hatte Kühr psychologischen Beistand geholt. Sein Studienkamerad Elmo Mesic, der schon in der Saisonvorbereitung zur Teamfindung beigetragen hatte, half den sehr jungen Spielerinnen, ihr Selbstvertrauen zurückzugewinnen.
Auch nach den jüngsten Pleiten gegen Travemünde und Berlin wurde Mesic aktiv. "Das hat sich zuletzt gegen Rosengarten ausgezahlt, auch wenn wir da verloren haben. Die Aggressivität, die uns zwischenzeitlich gefehlt hat, und der Teamgeist waren wieder da."
Kühr sieht in Mesic keine Wunderwaffe. "Aber es hilft den Mädchen, über ihre Probleme zu sprechen. Mesic gibt ihnen Tipps, die über den Handball hinausgehen." Torfrau Juliane Nagel, die nach der schweren Verletzung von Janice Fleischer aufgerückt war, profitiert augenscheinlich von der Zusammenarbeit mit dem Psychologen. "Ihre Energie, besser zu werden, ist größer als die Angst", sagt Kühr.
Zuletzt hat Nagel gut gehalten. Und auch die totale Verunsicherung wie nach dem nachverkorksten Saisonauftakt gibt es diesmal nicht. Kühr: "Deshalb sind die Situationen nicht vergleichbar." Damals war Union das Schlusslicht, diesmal läuft seine Truppe als Vierter auf. "Ich bin guten Mutes. Wenn wir an die Leistung aus dem Rosengarten-Spiel anknüpfen, haben wir beste Chancen zu gewinnen."
Beim Abendtraining am Freitag lief alles wie gehabt. Einer Videoanalyse des Gegners folgte die Absprache über taktische Mittel. Und danach wurde noch einmal Vollgas auf dem Parkett gegeben.
Das Spiel gegen den TV Oyten wird am Sonntag 16 Uhr in der Unihalle angepfiffen.
Mitteldeutsche Zeitung