Die Suche nach einem adäquaten Ersatz für die am Kreuzband verletzte Torhüterin Janice Fleischer blieb bislang erfolglos. Im sonntäglichen Heimspiel gegen die Sprefüxxe Berlin (Anwurf: 16 Uhr / Unihalle) befördern die Zweitliga-Handballerinnen von Union Halle-Neustadt ihrer etatmäßige zweite Torhüterin Juliane Nagel zur Nummer eins.
Juliane Nagel ist Nummer eins im Tor der Wildcats. (FOTO: MZ)
"Sie wirkte im ersten Training nach ihrer zweiwöchigen Virusinfektion zunächst etwas gehemmt, hat aber zum Ende hin richtig gut gehalten", sagt Trainer Arne Kühr. Der Coach hat die 21-Jährige bereits auf ihre neue Rolle eingestellt. "Ich habe ihr erklärt, dass sie diesen Einsatz positiv und als große Chance für sich sehen soll.
Niemand erwartet Wunderdinge. Wenn sie ihre ganz normale Leistung abruft, gewinnen wir", so Kühr. Allerdings erwartet er die Hauptstädterinnen einen Tick aggressiver als vor Wochenfrist beim 27:25-Pokalerfolg der Wildcats in Berlin.
"Sie werden dieses Mal sicher nicht auf die Ex-Hallenserin Sandra Woycieszack verzichten und die torgefährlichen Franziska Müller und Alexandra Sviridenko länger aufbieten", vermutet er. Damit liegt er auf einer Wellenlänge mit seinem Berliner Kollegen Edgar Fahrenwald. "Das Pokalspiel gehörte für uns noch zur Vorbereitungsphase, der Fokus liegt ganz klar auf dem ersten Ligaspiel in Halle."