Die ERDGAS Sportarena war zum letzten Heimspiel mit 660 Zuschauern gut besucht und bevor es auf dem Feld zur Sache ging, wurden die Spielerinnen, die den Verein zum Saisonende verlassen, mit Beifall verabschiedet. Mit Viktoria Divak, Ekaterina Fanina, Mariana Lopes Ferreira, Emilia Galinska, Katarzyna Janiszewska sind in der neuen Saison fünf Spielerinnen mit ausländischen Wurzeln nicht mehr im Kader. Vom „alten“ Spielerstamm, der den Aufstieg in die 1. Bundesliga erkämpfte, stellen sich Nina Reißberg und Toni Reppe anderen Herausforderungen. Toni Reppe wird in der kommenden Saison nur noch im neuen 3. Liga Team Wie bereits berichtet, wird auch Elisa Möschter, die gegenwärtig „dienstälteste“ UNION-Spielerin nicht mehr zur Verfügung stehen. Wir wünschen allen viel Erfolg im sportlichen und beruflichen Leben. Zur „Spielerin der Saison“ wählten die UNION-Fans die Torhüterin Anica Gudelj. Sie überzeugte als starker Rückhalt in allen Begegnungen.

Der Tabellenführer zu Gast

Die SG BBM Bietigheim ging als klarer Favorit in die Begegnung. Und die zahlreichen deutschen und ausländischen Nationalspielerinnen ließen auch keine Zweifel aufkommen, wer das Zepter in der Hand hat. Nach vier Minuten lagen die „Wildcats“ mit 0:4 zurück. Die erste Auszeit nahm UNION-Trainerin Tanja Logvin folgerichtig und fand scheinbar die richtigen Worte. Der Rückstand wurde aufgeholt und bis zur 14. Minute konnte beim 8:9 das Spiel offengehalten werden. Doch nun zog der Kontrahent mit einem 8:0-Lauf bis zur 26. Minute auf 9:17 davon. Bis zur Halbzeit konnten die „Wildcats“ das Zwischenergebnis mit 11:17 noch etwas freundlicher gestalten. Die zweite Halbzeit begann mit einer längeren Torflaute von UNION. Die Torhüterin von Bietigheim Dinah Eckerle kaufte mit starken Paraden den Angreiferinnen den Schneid ab und wie auch schon in den vergangenen Spielen häuften sich technische und Abspielfehler im Angriff. Bietigheim enteilte auf 15:25 in der 45. Minute.

In der Schlussviertelstunde ließ die SG BBM Bietigheim nichts mehr anbrennen und baute ihren Vorsprung kontinuierlich bis zum Endstand von 24:37 aus. Dank einer Reihe von guten Paraden durch Anica Gudelj und Isabel Gois hielt sich die Niederlage noch in Grenzen. Zumindest konnten die „Wildcats“ kämpferisch gegenhalten und erzielten ebenfalls noch 9 Tore. Für die Mannschaft spricht, dass sich insgesamt zehn Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten, allen voran wie so oft Mariana Lopes Ferreira mit fünf Erfolgen. Auf Seiten der SG BBM Bietigheim erzielte u. a. als treffsichere Siebenmeterschützin Anna Loerper insgesamt 12 Tore. Nina Reißberg erzielte in dieser Partie ihr erstes Tor in der 1. Bundesliga und wird auch in der kommenden Saison in der deutschen Eliteliga spielen. Zusammen mit ihrem neuen Team vom FSV Mainz 05 steigt sie in die 1. Liga auf.

Abstieg in die 2. Bundesliga steht fest

Im letzten Spiel der Saison 2018 / 2019 trifft die UNION-Mannschaft am nächsten Samstag in Dortmund auf die Damen von Borussia Dortmund. Mit dem Schlusspfiff endete die Heimspielsaison in der 1. Bundesliga. Der Abstieg in die 2. Bundesliga stand bereits fest. Die Mannschaft um Trainerin Tanja Logvin hat das Ziel, mit den neu verpflichteten Spielerinnen um den erneuten Aufstieg in die 1. Bundesliga zu kämpfen. Aufbauend auf den Erfahrungen dieser Erstliga-Saison, den auch guten Leistungen, ist das durchaus realistisch. Auch das Präsidium des Vereins steht hinter dieser Zielstellung. „Die Mannschaft hat sich ordentlich verabschiedet und hat die Möglichkeiten den Wiederaufstieg zu schaffen“, so Präsident Bodo Meerheim. Auch die Zuschauerresonanz von durchschnittlich 725 Zuschauern pro Heimspiel zeigt, dass Bundesliga-Handball in Halle eine Heimstatt hat.

Redaktion: Gerhard Dörge