Was für eine Dramatik. Lange musste der SV Union Halle-Neustadt im Heimspiel gegen den bisherigen Vorletzten TV Nellingen einem Rückstand hinterherrennen, der zwischenzeitlich sogar bis auf sieben Tore angewachsen war. Doch dank einer großartigen Moral rissen die Saalestädterinnen das Geschehen in der Schlussphase an sich und gewannen noch 33:30 (14:18). Mit diesem dritten Sieg in den vergangenen vier Partien gaben die Hallenserinnen endlich die Rote Laterne ab und nährten ihre Hoffnungen auf den Klassenerhalt.

Das Team von Trainerin Tanja Logvin begann vor 650 Zuschauern konzentriert, führte dank Sophie Lütke und Swantje Heimburg zweimal (4.), ehe es mit Mariana Ferreira Lopes’ erster Zeitstrafe den Faden verlor. Die Gäste stellten sich minütlich besser auf die Offfensive der Wildcats ein. Erst in der 15. Minute gelang Halle der dritte Treffer, hatte gleichzeitig aber bereits acht kassiert und sich zudem die dritte Zeitstrafe eingehandelt.

Der TV Nellingen  bestrafte gnadenlos die vielen technischen Fehler der Gastgeberinnen. Als Logvin schon das zweite Time-Out nahm, war der SV Union Halle-Neustadt  mit sieben Toren ins Hintertreffen geraten (22./7:14). Immerhin schmolz der Rückstand bis zur Pause auf vier (14:18).

Fanina leitet den Sieg ein

Daran knüpfte Halle-Neustadt auch nach Wiederanpfiff an. Peu à peu kämpfte sich die Logvin-Sieben heran (38./17:20), schnupperte in der 42. Minute (21:22) erstmals wieder am Ausgleich, überstand einen anschließenden kurzen Hänger und zog das Momentum endgültig auf die eigene Seite: Ekaterina Fanina warf die erste Führung (54./28:27) seit der Anfangsphase. Nellingen hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Beste Hallenser Schützinnen waren Lopes Ferreira und Emilia Galinska mit je acht Treffern.

Quelle: Mitteldeutscher Rundfunk

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