Am vergangenen Wochenende musste unsere weibliche C-Jugend gleich zweimal auswärts ran. Im ersten Spiel traten die jungen Wilden gegen Weißenfels an, die mit Kiara Dietrich die beste Werferin der Liga im Team haben. Deswegen waren wir auch gewarnt und wollten konzentriert in die Partie gehen. Mit einem Sieg würde man sich das Türchen zur Landesmeisterschaft zu 80% erspielen.

Beide Teams waren gut eingestellt und zeigten in der Anfangsphase ein ausgeglichenes Spiel. Auf die Variante Kiara auf Halb spielen zulassen, waren wir vorerst nicht vorbereitet, da sie normalerweise am Kreis agiert. Somit konnten wir uns erst ab der 8 Spielminute aus einer guten Deckung und einigen schön heraus gespielten Torchancen Stück für Stück absetzen. Die zweite Halbzeit lief dann ähnlich wie die erste ab, so konnten alle Mädels gleiche Spielanteile erhalten. Mit einem Endstand von 13 zu 29 war das Ergebnis dann doch noch recht deutlich.

Die zweite Partie führte uns nach Wolfen zum Ligakonkurrenten SV Finken Raguhn. Das Team aus Raguhn konnten wir im Hinspiel erst in der Schlussphase bezwingen, somit waren wir auch hier auf ein spannendes Spiel eingestellt. Außerdem war es das erste Mal, dass wir diese Doppelbelastung an einem Wochenende hatten und wir wußten nicht, wie die Mannschaft das verkraften würde. In den ersten Minuten war es ein klassischer Schlagabtausch, beide Seiten waren treffsicher und keine der beiden Mannschaften konnte sich dementsprechend absetzen. Ab der 7. Spielminute steigerte sich unsere Abwehr und wir konnten uns mit einem 5 Null Lauf absetzen. Daraufhin nahm der Gegner eine Auszeit, die unseren Spielfluss leider unterbrach und die Abwehr nicht mehr so aggressiv agieren ließ. Schnell war der Vorsprung verspielt und es ging mit 12: 12 in die Halbzeit. Die Mädels wurden nun in der Kabine noch einmal motiviert und aufgefordert, die Vorgaben konzentriert umzusetzen. So kam unsere Mannschaft dann auch aus der Kabine und konnte aus der Abwehr mehrere Konterchancen erspielen, die aber leider nicht optimal genutzt wurden. Dadurch machten wir den Gegner stärker, der auch seine stärkste Phase in diesem Spielabschnitt hatte und sich vom 13: 16 auf 18:21 absetzte. Jetzt merkte man der jungen Mannschaft an, das es das zweite Spiel war und man versuchte mit einer Auszeit die Mädels noch einmal zu motivieren, um ihre letzten Reserven rauszuholen. Mit einer kleinen Umstellung in der Abwehr und mit den Eltern im Rücken, konnten die Mädels nochmal aufdrehen und hatten auch die Möglichkeit zum Sieg. Aber man muss den Mädels trotzdem Respekt zollen, denn sie haben nie aufgesteckt und haben von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft und sich somit auch das Unentschieden verdient.

Wir möchten eigentlich keine Spielerinnen hervorheben, trotzdem sollte Maya Rennicke erwähnt werden, die sechs Siebenmeter gehalten hat und somit einen großen Anteil an dem Unentschieden hatte.

Redaktion: Karsten Bräunlich