Als Swantje Heimburg kurz vor Abpfiff vom Schiedsrichter nach einer harten Abwehraktion vorzeitig vom Parkett geschickt wurde, nahm Trainerin Tanja Logvin ihre Spielerin an der Seitenlinie in die Arme: Heimburg klatschnass vor Schweiß und Logvin nicht weniger fertig nach dem emotionalen Spiel.

Kein böses Wort fiel trotz der personellen Schwächung. Beide waren glückselig. Denn die Entscheidung in dem Pokalviertelfinalspiel war da schon gefallen: Union Halle-Neustadt bezwingt an diesem Sonntag in der Erdgas Arena Bayer Leverkusen mit 35:31. Der noch sieglose Erstliga-Aufsteiger wirft die etablierte Bundesligamannschaft aus dem Pokal und zieht in das Finale der besten vier deutschen Mannschaften ein, den sogenannten Final Four. Das ist der bisher größte Erfolg der Vereinsgeschichte. „Die Mädchen haben Großartiges geleistet“, sagte Tanja Logvin. Sie lobte den unbändigen Willen bis zum Schluss. Die Musketier-Mentalität. Vor allem haben ihre Wildcats gezeigt, dass sie gewinnen können. „Das ist auch ein Fingerzeig an die Ligakonkurrenz.“ (mz)

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung