Mit dem Pokalspiel der Wildcats am Sonntag um 16:00 Uhr gegen die Werkselfen aus Leverkusen wird der letzte Teilnehmer für das Olymp Final4  der Frauen (25./26. Mai 2019 Porsche Arena) bestimmt. 2015 hatte Union zuletzt die Chance, das DHB-Pokalhalbfinale zu erreichen. Damals scheiterte man auswärts knapp an den Füchsen Berlin. Dieses Mal haben die Wildcats mit einem Heimspiel die Möglichkeit, einen der größten Erfolge der Vereinsgeschichte zu erreichen. Als siegloses Bundesligaschlusslicht geht die Mannschaft von Tanja Logvin als Außenseiter in die Partie. Da der Pokal aber seine eigenen Gesetze kennt und schreibt, wollen die Wildcats mit einem Erfolg sich Selbstvertrauen für die Liga holen.

Leverkusen, als etablierte Mannschaft der 1. Bundesliga und noch amtierender Deutscher Rekordmeister hat schon neun DHB-Pokalsiege vorzuweisen. Das Team von Robert Nijdam möchte an diese Tradition anschließen und zumindest erst einmal nach Stuttgart, um die positive Entwicklung, die die Mannschaft, die sehr stark auf den eigenen Nachwuchs setzt, fortzusetzen. In der Bundesliga hatte Leverkusen zuletzt zwei Niederlagen einstecken müssen. Gegen Buxtehude verloren die Elfen kurz vor Jahresende 29:24, wobei die Elfen erst in der Schlussphase der Begegnung den Faden verloren und sich geschlagen geben musste. Am vergangenen Sonntag hatten die Elfen den Meister Thüringer HC zu Gast in Leverkusen. In dieser Partie schaffte man nach der Pause einen Drei-Tore-Rückstand aufzuholen und 35 Minuten das Spiel offen zu halten. Danach gab sich der Meister aber keine Blöße. Beste Torschützin in diesem Spiel war in Abwesenheit der Nationalspielerin Mia Zschocke (Mandelentzündung) Jennifer Rode mit 5 Toren.

In der Pressekonferenz nach dem Spiel erinnerte Robert Nijdam noch einmal an die Schwere der kommenden Auswärtsaufgabe, die man mit dem nötigen Ernst angehen muss. Rückblickend auf das Heimspiel der Wildcats in der 1. Bundesliga erwähnte er auch, wie schwer sich seine Mannschaft in der ersten Hälfte der Begegnung tat. Auch wenn sein Team das Spiel letztendlich eindeutig gewann, warnte er davor, Halle-Neustadt zu unterschätzen. Zur Halbzeit führten die Hallenserinnen im September 2018 noch 17:11, bevor sie dann in der zweiten Halbzeit einbrachen.

Personell müssen die Wildcats einen schweren Rückschlag verkraften. Die Abwehrchefin der Wildcats, Pia Dietz fällt durch eine Schulterverletzung die nächsten Wochen aus. Der Ausfall ist für den SV UNION Halle-Neustadt sehr schmerzhaft, denn auch Nina Reißberg die zweite Kreisspielerin steht aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verfügung. Am Samstag gab es für die Wildcats dann noch eine Ehrung des Stadtsportbunds Halle. Bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres 2018 belegte das Aufstiegsteam den 2. Platz.

Redaktion: Knud Zabrocki / Marcel Gohlke